Kupfer, quo vadis?
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Kupfer als Geldanlage
vom 16. Januar 2007 20:45 Uhr
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Liebe Leser,
ich vermute stark, dass Sie sich auch bereits seit geraumer Zeit fragen was denn um Himmels Willen bloss mit den Kupferpreisen los sein mag.
Natürlich wissen wir bereits seit längerem, dass auf den Schultern Kupfers vieles lastet, insbesondere die noch immer ausstehende erneute starke Nachfrage aus China.
Doch kann dies wirklich der einzige Grund sein?
Kursverfall im Kupfer
Stand der Preis für ein Pfund Kupfer vor Weihnachten noch bei über 3 US Dollar, so legte er seitdem eine rasante Tauchfahrt hin. Gegenwärtig notiert Kupfer im Kassamarkt bei 2,49 US Dollar pro Pfund, nachdem es seit gestern eine leicht stärkere Tendenz zeigte.
Nun gut, nach Neujahr beobachteten wir an den Rohstoffmärkten auf breiter Basis Druck auf die Preise. Dies bedeutete natürlich noch einen intensiveren Preisverfall für das bereits seit Anfang Dezember gebeutelte Kupfer.
Aber nicht nur Kupfer büsste ein, auch Erdöl, die Edelmetalle und die anderen Basismetalle.
Gründe für die schwache Preistendenz
Der Hauptgrund für die schwache Tendenz des Kupferpreises war wohl der Abverkauf der Positionen durch indexbasierte Fonds, welche gezwungen waren ihr Portfolio umzuschichten.
Darüber hinaus drückten natürlich fundamentale Daten den Preis.
Hier sind an erster Stelle die Sorge über die wirtschaftliche Abschwächung in den USA und damit einer geringeren Kupfernachfrage, als auch die bereits viel zitierte ausstehende Kupfernachfrage aus China zu nennen.
Weiterhin ist natürlich der Anstieg der Kupferbestände in den Lagerhäusern der Metallbörsen ein signifikanter Auslösefaktor.
Weltweit sind die Lagerbestände für Kupfer seit Oktober letzten Jahres um 55 % angestiegen. Das will so einiges heissen.
Betrachtet man das ganze regional verteilt sind die US Lagerbestände inzwischen mit 114 000 Tonnen sogar höher als die „vollen“ Lager der Chinesen. Diese halten gerade einmal 109 000 Tonnen. Dies erklärt auch die müde amerikanische Nachfrage.
Ein weiterer Grund ist, dass die Einigungen welche die südamerikanische Kupferindustrie mit den Gewerkschaften im Dezember erzielte wohl das Risiko von neuerlichen Streiks signifikant gesenkt haben. Obgleich noch einige Tarifverhandlungen ausstehen, scheint so zumindest das Angebot als gesichert.
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