Kupfer nur leicht unter Druck
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Kupfer als Geldanlage
vom 28. November 2006 20:45 Uhr
ENL5454
Liebe Leser
Wir verfolgen seit Längerem eine Seitwärtsbewegung in Kupfer. Sicher machen Sie sich auch, genauso wie ich, ihre Gedanken zum weiteren Entwicklung des roten Metalls.
Chiles Kupferproduktion steigt
Heute wurde bekannt gegeben, dass Chile der weltweit grösste Kupferproduzent seine Produktion im Oktober gegenüber dem gleichen Monat des letzten Jahres um ganze 7,4 % erhöht hat.
Chile produzierte im vergangenen Monat ganze 490 348 Tonnen Kupfer.
Die Produktion von Januar bis Oktober stieg bisher um 1,3 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Zudem steigende Lagerbestände
Kontinuierlich weiten sich die Lagerbestände gegenwärtig aus. Als Beispiel mag die London Metal Exchange dienen. An der LME stieg der Bestand an dem roten Metall in den letzten acht Wochen von 100 000 Tonnen auf 150 000 Tonnen an.
Sinkende Nachfrage
Das schlechte Wirtschaftwachstum in den USA lastet zunehmend auch auf dm Kupferpreis. Das Problem ist hierbei die sinkende Nachfrage durch die Bauindustrie. Da Kupfer vornehmlich in dieser Branche Verwendung findet, wirken sich schlechte Nachrichten vom US – Immobilienmarkt auch negativ auf das rote Metall aus.
Doch die sinkende Nachfrage durch die Bauwirtschaft ist nur ein Teil des Ganzen. Schliesslich wird Kupfer auch in anderen Industriezweigen genutzt.
Tatsächlich scheint es im Moment eher so, dass der Markt, nach seiner langen Aufwärtsrallye nun gegenwärtig etwas ausgereizt ist.
Steigende Produktion
In den vergangenen vierzehn Monaten erlebte Kupfer einen rasanten Preisanstieg. Dies führte einerseits zum Aufbau neuer Kapazitäten, aber eben auch zur Wiedereröffnung alter Kupferminen, deren weitere Ausbeutung zuvor nicht mehr rentabel gewesen ist.
Schätzungen zufolge könnte sich Wachstum der Kupferproduktion von 2 % in 2006 auf 5,3 % in 2007 ansteigen. Gegenüber einer Abschwächung des Nachfragewachstums würde sich daraus ein Überschuss von 500.000 Tonnen für das nächste Jahr ergeben.
Aber dies sind nur Schätzungen und ich zeige Ihnen im 2. Teil des Newsletters auch die positiven Aspekte auf.