Kupfer bleibt gut unterstützt
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Kupfer als Geldanlage
vom 29. Juli 2011, 20:30 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Weizen, der zunächst, wie erwartet, wieder deutlich zulegen konnte in dieser Woche und gestern im Hoch bei 7,14 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT (September) handelte, muss heute wieder deutlich abgeben.
Zum einen belastet die schwache Stimmung, Ungewissheiten und die politischen Ängste um die Schuldenkrisen, zum anderen aber auch positive Meldungen aus der Ukraine und optimistische Schätzungen des IGC.
So schätzt UkrAgroConsult, dass die Ukraine bislang rund 19,5 Millionen Tonnen Weizen geerntet hat, wobei, so die Schätzung, die durchschnittlichen Erträge der Getreideernte von 2,42 Tonnen pro Hektar im vergangenen Jahr auf 2,95 Tonnen gestiegen sind.
Zudem hat das IGC seine Prognosen für die weltweite Weizenproduktion um 8 Millionen Tonnen angehoben und geht zudem von um 5 Millionen Tonnen höheren Endbeständen aus. Hierbei wurden vor allem die Ernteschätzungen für die EU um 3,7 Millionen Tonnen und für Russland um 2 Millionen Tonnen angehoben.
Weizen zur Lieferung im September notiert aktuell bei 6,72 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Nach wie vor bestimmt auch die Stimmung die Ölpreise und nach wie vor steht WTI stärker unter Druck als Brent. So lange die politischen Probleme vorherrschend sind, dürfte dieser Stimmungstrend auch anhalten. Fundamental betrachtet, zeigt sich nach wie vor, dass die Nachfragesituation in den USA schwächer ist und Brent vorerst das teurere Öl bleiben wird.
Die vorherrschende Lage der Ungewissheit und der ungelösten Probleme unterstützt die Edelmetallpreise auch weiterhin, insbesondere Gold.
Kupfer dürfte, aufgrund der fundamentalen Ausgangslage, weiterhin gute Unterstützung finden.
Es bleibt fragliche ob die Ernteschätzungen des IGC zur Weizenproduktion nicht zu optimistisch ausfallen, angesichts der Ernteprobleme in den USA. Dort belasten nach wie vor Niederschläge die Ernte. Die Sommerweizen-Erträge dürften, ersten Schätzungen zufolge, von 46,1 Scheffel je Morgen im vergangenen Jahr auf 41,5 Scheffel fallen das entspricht dem niedrigsten Stand sein 3 Jahren. Auch die Ernteschätzungen für die EU könnten sich, angesichts des nach wie vor kühlen und feuchten vorherrschenden Wetters als zu optimistisch erweisen. Somit könnte Weizen vom aktuellen Niveau aus betrachtet wieder Unterstützung vorerst bis in den Bereich um 7 USD finden.
So long liebe Leser...damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen (und auch mir) ein hoffentlich schönes und sonniges Wochenende...liebe Grüße und bis nächsten Montag...
Ihre Miriam Kraus