Kupfer bietet Korrekturpotenzial
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Kupfer als Geldanlage
vom 17. Juli 2009, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Eine uneinheitliche Woche bei den Grains. Während Optimismus, steigende Ölpreise und ein schwacher US-Dollar Weizen einen Wochengewinn bescherten, gaben Sojabohnen und Mais zur Wochenmitte hin stark ab. Zum Ende der Woche hin kündigt sich allerdings auch hier wieder ein Preisanstieg an, aufgrund von Spekulationen auf eine steigende Exportnachfrage im Angesicht günstiger Preise, wobei Sojabohnen deutlich mehr Zugpotenzial aufweisen.
Mais geriet zur Wochenmitte hin stark unter Druck aufgrund der Wetteraussichten. Milde Temperaturen und leichte Regenfälle im Mittleren Westen der USA deuten auf gute Wachstumsbedingungen für die Ernte hin. Zudem belasten Sorgen in Bezug auf eine rückläufige Futtermais-Nachfrage die Preise.
Mais zur Lieferung im Dezember fiel von 3,48 US-Dollar pro Scheffel am Mittwoch auf 3,26 US-Dollar am Freitag und notiert aktuell bei 3,31 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Sojabohnen gerieten zur Wochenmitte hin vornehmlich unter Druck aufgrund der Ankündigung der chinesischen Regierung 500.000 Tonnen aus den chinesischen Reserven verkaufen zu wollen. Allerdings liegen die angebotenen Preise deutlich über den Weltmarktpreisen, so dass der Effekt hier nur von kurzer Dauer war.
November-Sojabohnen fielen von 9,35 US-Dollar pro Scheffel am Mittwoch bis auf 8,85 US-Dollar am Donnerstag und notieren aktuell wieder bei 9,22 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Weizen zur Lieferung im Dezember stieg von 5,44 US-Dollar pro Scheffel zu Beginn der Woche bis auf aktuell 5,69 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Aktuell bestimmt nach wie vor die Stimmung auch den Ölmarkt, ebenso wie Aktienmarkt- und USD-Entwicklung, was kurzfristig auf stabil höhere Preise hindeutet. Fundamental betrachtet deutet das Umfeld allerdings deutlich auf günstigere Preise hin, was sich allerdings wohl erst mit zeitlicher Verzögerung umsetzen wird.
Im Angesicht der langsam wieder anziehenden Investmentnachfrage und erneut aufkeimender Inflationssorgen sollte der Goldpreis weitere Unterstützung erfahren. Dennoch darf die Negativ-Korrelation zur USD-Entwicklung, sowie die Korrelation zur Ölpreisentwicklung nicht außer Acht gelassen werden - Faktoren die kurzfristig stärkere Gewinne im Gold schmälern könnten.
Aktuell ist es vor allem der starke Optimismus, welcher die Industriemetallpreise antreibt. Fundamental betrachtet deutet allerdings alles auf eine deutliche Korrekturbewegung hin (sobald der Einfluss des China-Faktor oder besser gesagt Chinas Importnachfrage zwischenzeitlich an Kraft verliert), dies gilt insbesondere für Kupfer.
Ein schwacher US-Dollar und die günstigeren Preise in dieser Woche könnten die Nachfrage nach US-Getreide aus Übersee unterstützen und damit auch die Preise.
So long liebe Leser....das war es wieder einmal für diese Woche...ich wünsche Ihnen ein hoffentlich sonniges Sommerwochenende und bis nächsten Montag.....
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
Dieser Newsletter enthält keine Handlungsempfehlungen. Es handelt sich in diesem Falle um ein rein informatives Produkt. Die Nutzung der Veröffentlichungen als Anregung zur Investition geschieht auf eigene Gefahr. Für sich daraus ergebende, etwaige Schäden sind weder die Redaktion des Rohstoff Daily noch der Investor - Verlag haftbar zu machen. Konkrete Handlungsempfehlungen erhalten Sie durch die vom Investor - Verlag angebotenen Börsenbriefe.
ähnliche Beiträge:
- Eine erstaunliche Kupfer-Rally... und die möglichen Inflations-Folgen
- Und schon wieder etwas Kupfer
- Gold und Kupfer: Bei den Metallen wird es brenzlig!
- Kupfer läuft ...
- Kupfer-Update
- Metalle, Getreide und Öl
- Aktuelles Beispiel Kupfer
- Kupfer: diese Marke darf nicht durchbrochen werden!
- Kupfer-Preis viel zu teuer?!