KSB – wann gelingt das Comeback?

in Insider Daily
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist noch gar nicht allzu lange her, da warfen Anleger so ziemlich alle Titel aus den Depots, selbst wenn diese von ihren Kurs/Gewinn-Verhältnissen und dem Kurs/Buchwert bereits völlig unterbewertet waren. Teilweise wurde sogar alles gemieden, was auch nur im entferntesten nach Aktieninvestment aussah. Nun scheinen die entmutigenden Tiefausläufer der Finanzkrise, welche das Anlegerherz hemmten, allmählich abzuziehen. Man wagt wieder einen Blick auf die Fundamentaldaten und packt sich stark unterbewertete Unternehmensanteile ins Depot.


Value-Werte feiern Comeback

Auch wenn Superinvestor und Value-Experte Warren Buffett und sein Unternehmen Berkshire Hathaway heute erstmals seit 2001 rote Zahlen melden mussten, sein Anlagekonzept hat sich über Jahrzehnte hinweg als richtig erwiesen. Er kaufte stets Anteile an Unternehmen, bei welchen der fundamentale, innere Wert erstklassig ist, die Börse jedoch diesen inneren Wert noch nicht widerspiegelt. Buffetts Theorie: Irgendwann muss sich der Börsenwert dem tatsächlichen inneren Wert annähern. Das ist der sogenannte Value-Ansatz. Und dieser Ansatz wird laut Meinung zahlreicher Experten in den aktuell bereinigten Märkten wieder ein Garant für den Anlage-Erfolg sein.

KSB glänzt mit starkem Bilanzfundament

Ein Value-Wert der laut Meinung verschiedener Experten in den kommenden Wochen sein Comeback feiern dürfte, ist der deutsche Maschinenbauer KSB. Zum einen verfügt der Konzern mit liquiden Mitteln (per 31.12.08) von 168 Mio. Euro (Finanzschulden von lediglich 47 Mio. Euro) und einer Eigenkapitalquote von 43% über eine überaus solide Bilanzbasis und darüber hinaus zählt KSB als international führender Hersteller von Pumpen, Armaturen und den dazugehörigen Systemen für die Industrie- und Gebäudetechnik, die Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie die Kraftwerkstechnik und den Bergbau zu den Profiteuren der weltweiten Konjunkturprogramme.

Die Experten vom Effecten-Spiegel schreiben beispielsweise über KSB: "Für 2008 sollen die Aktionäre eine Dividende von 12,50 (Vorjahr: 9,00) Euro je Stück bzw. 12,76 (Vorjahr: 9,26) Euro für die Vorzüge erhalten. Daraus errechnet sich eine Dividendenrendite von 4 Prozent bzw. 5 Prozent. (...) Mit einem KBV von 1,04 notiert die Aktie zudem unter ihrem Buchwert."

Auch der Hanseatische Börsendienst meint, die KSB-Aktie biete "Substanz für wenig Geld". Experte Matthias Rieger schreibt, es dürften zwar zumindest noch zwei Jahre mit wenig erfreulicher Gewinnentwicklung vor dem Pumpen- und Armaturenproduzenten liegen. "Doch diese auf der Hand liegenden Gewinneinbußen werden bereits mit dem sehr niedrigen Kursniveau reflektiert."

Die Aktie ist bereits ordentlich angesprungen und notiert aktuell bei 282,45 Euro. Das 2009er KGV liegt aber immer noch bei günstigen 6,5 bei den Vorzügen. Bleibt anzuwarten wie viel "Drive" die Bärenmarkt-Rally in den kommenden Wochen noch beweisen kann, damit die seit April laufende Aufholjagd bei KSB sich fortsetzt. Luft nach oben wäre noch mehr als ausreichend vorhanden, bedenkt man Kurse jenseits der 500 Euro-Marke in 2007.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Börsenwoche.

Ihre

Cindy Bach

von
Cindy Ullmann
Cindy Ullmann

Cindy Ullmann nimmt regelmäßig Insidergeschäfte unter die Lupe. Sie stellt „Directors’ Dealings“ vor - zum Vorteil ihrer Leser.

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