Krisengewinner Deutschland
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 24. August 2010, 08:30 Uhr
eben wurde das deutsche Wirtschaftswachstum für das zweite Quartal veröffentlicht. Das Brutto-Inlands-Produkt (BIP) liegt auch in seiner zweiten Schätzung bei 2,2% Wachstum gegenüber dem Vorquartal und 3,7% gegenüber dem Vorjahr. Deutschland mausert sich mehr und mehr zum Krisengewinner. Das sieht doch grundsätzlich gut aus, die Hausaufgaben wurden gemacht. Während sich die Weltwirtschaft abkühlt, kommt die deutsche Wirtschaft in Schwung. Die Exportnation Deutschland kann sich aber auf Dauer nicht vom übergeordneten Trend vollkommen abnabeln. Damit es auch hier weiter aufwärts geht, dürfen die USA und andere Nationen nicht erneut in eine Rezession abtauchen. Eine temporäre Abkühlung ist akzeptabel, aber ein langer Tauchgang wird auch Deutschland mit in die Tiefe ziehen.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +0,10% |
| Dow Jones: | -0,38% |
| S&P 500: | -0,40% |
| Nasdaq: | -0,96% |
| EUR/USD: | -0,10% |
| Gold: | -0,12% |
| Silber: | -0,00% |
| Öl (Sorte Brent): | -1,21% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): morgendlicher Tauchgang
Nur kurz wagten sich die Bullen an die breite Widerstandszone bei 6.050/60 Zählern heran. Nachdem es sofort wieder abwärts ging, bin ich gemäß meiner morgendlichen Analyse short gegangen. Das Kurs-Ziel dieser Short-Variante wurde recht bald erreicht, und als ich die Hoffnung aufgab, dass auch noch die magische 6.000er-Marke dran glauben wird, bin ich ausgestiegen. Nach einer kleinen Gegenbewegung wurde der deutsche Leitindex im Späthandel erneut bis an die runde Kurs-Marke abverkauft. Vorbörslich geht es unter die magische Marke. Für einen Short-Einstieg viel zu früh - zumindest für mich.
Ich warte nun erst einmal ab, wie sich der Dax auch nach der offiziellen Eröffnung gibt. Kommt der deutsche Leitindex zurück zur 6.000er-Marke, mache ich mich für einen Einstieg bereit. Long gehe ich, sobald die runde Marke deutlich überwunden wird. Scheitert der Dax jedoch an der Barriere, so gehe ich short. Das erste Kurs-Ziel des Bären-Szenarios ist der Unterstützungsbereich um 5.940 Punkte. Gelingt hier den Bullen kein Gegenschlag, welcher mich ins Bullenlager wechseln lässt, bleibe ich short investiert. Dann ist die 5.900er-Marke, und im Falle einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung die 5.800er-Marke die Ziele der Bären. An beiden Orten gilt: Gewinnmitnahme und Long-Einstieg, sofern sich der Dax wieder berappeln kann.
Auf der Oberseite des Charts halte ich an der gestrigen Einschätzung fest. Wird der deutsche Leitindex bei 6.050/60 Punkten wieder nach unten geschickt, eröffne ich eine Short-Position (und schließe vorher etwaige Long-Positionen). Kommt es aber zum Sprung über diese Widerstandszone, dann gehe ich long mit Kurs-Ziel 6.100 Punkte. Mehr ist dem Dax aber auch beim optimistischen Szenario heute nicht zuzutrauen.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 33 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Schwache Vorgaben aus den USA drücken den Dax vorbörslich unter die 6.000er-Marke.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
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