Kredite im Franken nehmen wieder zu
Daniela Knauer in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 10. April 2007 08:30 Uhr
ENL5454
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
kurz vor Ostern bekam ich einen Leserbrief, in dem ich gebeten wurde, das Währungspaar EUR/CHF einmal unter die Lupe zu nehmen. Das will ich heute gern machen, denn gerade in der letzten Woche hat sich hier eine interessante Entwicklung ergeben: EUR/CHF hat nicht nur die Korrektur von Ende Februar bis Mitte März schnell überwunden, sondern ist jetzt auch über das ehemalige Hoch vom 22.02.2007 ausgebrochen.
Damit steht eine beliebte Verschuldungswährung parallel zur Erholung der Aktienmärkte erneut in der Gunst der Kreditnehmer - der Risikoappetit ist zurück, man wagt sich wieder in Fremdwährungskredite. Dafür sind auch nicht nur die in allen Medien zu findenden Hedgefonds verantwortlich - machen Sie sich einmal den Spaß und googeln Sie ein wenig - Sie werden staunen, wie viele Angebote für Baufinanzierungen und ähnliche Privatkredite auf Franken-Basis Sie auf Anhieb finden werden. Seit Anfang 2003 funktioniert dieses gefährliche Spiel gut, doch die plötzliche Stärke der Niedrigzinswährungen Ende Februar hat gezeigt, welche Risiken man sich damit einhandeln kann. Denn ein Zinsunterschied von 1,5 oder 2%, wie er durchschnittlich zwischen Franken und Euro zu erhalten ist, kann durch Währungsverluste schneller aufgefressen werden, als es sich so mancher Kreditnehmer vorstellen kann.
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