Konzentration auf die Konjunkturdaten ist nicht gut!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 23. August 2010, 08:30 Uhr
die Aktienmärkte zieht es weiter nach unten. Die Rezessionsängste sind einfach zu stark. Die Angst vor dem Douple-Dip lähmt die Bullen. Können nun selbst wichtige Chartmarken den Ansturm der Bären nicht aufhalten, so gleiten die Aktienindizes wohl noch ein paar Hundert Punkte in die Tiefe ab. Denn die Quartalsergebnisse, die in letzter Zeit häufig erfreuliche Nachrichten lieferten, die dann in steigenden Optimismus bzw. Kursen umgewandelt wurden, bleiben aus. Die Marktteilnehmer werden nun nicht mehr abgelenkt, und konzentrieren sich nahezu ausschließlich auf die Konjunkturdaten. Und für diese ist man, zumindest was die USA betrifft, weiterhin skeptisch. Der Arbeitsmarkt und der private Konsum sind weiter die Sorgenkinder der Amerikaner.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -1,15% |
| Dow Jones: | -0,56% |
| S&P 500: | -0,37% |
| Nasdaq: | +0,15% |
| EUR/USD: | +0,21% |
| Gold: | -0,30% |
| Silber: | -1,85% |
| Öl (Sorte Brent): | -1,33% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): die 6.000er-Marke im Blickpunkt
Ab Mitte letzter Woche mussten einige wichtige Unterstützungsbereiche an die Bären abgetreten werden. Die letzte von Bedeutung war die Unterstützung bei 6.060 Punkten, deren Bruch mir auch einen profitablen Short-Trade einbrachte. Am Freitag ging es dann sogar noch kurzzeitig unter die magische 6.000er-Marke, doch vorbörslich startet der Dax heute knapp oberhalb dieser runden Kurs-Marke.
Ich habe heute nicht viel Zeit zum Traden, da ich heute meine beiden Kinder für einige Stunden beaufsichtigen darf, doch die klaren Brüche möchte ich trotzdem handeln. Auf der Oberseite wäre dies der Widerstand bei 6.060 Zählern. Wird diese Barriere aus dem Weg geräumt, ist der Weg zur 6.100er-Marke nahezu frei und ich gehe long. Wird der deutsche Leitindex hingegen dort, oder aber schon bei 6.050 Punkten, wieder nach unten geschickt, eröffne ich eine Short-Position. Auch der Rutsch unter die 6.000er-Marke zieht einen Short-Einstieg nach sich. Kann sich der Dax an der magischen Kurs-Marke wieder stabilisieren, oder kämpfen sich die Bullen nach tieferen Dax-Notierungen wieder über die 6.000er-Marke zurück, gehe ich long und beende etwaige Short-Positionen.
Setzen sich die Bären weiter durch, wird deren Stärke an der Unterstützungszone bei 5.940 Punkten auf den Prüfstand gestellt. Nutzen die Bullen die Chance, bei einem Nachlassen der Bären-Kräfte, selbst mal wieder Gas zu geben, gehe ich long. Als Gegenreaktion ist dann ein Pullback bis an die magische 6.000er-Marke möglich. Ansonsten bleibe ich short investiert und erwarte das Anlaufen der 5.900er-Marke.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 45 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): So schnell kann es gehen: Statt sich über neue Jahreshochs auszulassen, wird nun wieder ausschließlich über die magische 6.000er-Marke geredet.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.

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