Konjunkturklima

in DAX Daily
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die gestrigen Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und den USA zeigen durchweg „unerwartet" starke Einbrüche. Der Economic Sentiment Indikator für die Eurozone sank im August auf 98,3 Punkte (Prognose: 100,4 Punkte) von 103,2 Punkten im Vormonat, der Konjunkturklima-Indikator für die Eurozone stellte sich auf im August 0,07 Punkte (Prognose: 0,10) von revidiert 0,44 (0,45) Punkten im Vormonat.  


Das Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum, das 20% des Gesamtindex ausmacht, trübte sich ebenfalls deutlich ein. Die Verbraucher beurteilen die künftige Wirtschaftslage pessimistischer und ihre Sorgen über eine mögliche künftige Arbeitslosigkeit nehmen zu. In den USA das gleiche Bild: Der Index der Stimmung der US-Verbraucher fiel per August 44,5 von 59,2 Punkten im Vormonat regelrecht in sich zusammen (die Erwartung hier: 52,0 Punkte). Da das Verarbeitende Gewerbe in den USA immer mehr an Bedeutung verloren hat, hängt die Entwicklung der Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft der Welt vorwiegend vom privaten Konsum ab, der gut zwei Drittel zum US-Bruttoinlandsprodukt beisteuert.

Heute früh geht es munter weiter. Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland im Juli stagniert bei 0,0% nach revidiert +4,5% im Vormonat. Wenn Konsum und Verbrauchervertrauen in allen westlichen Volkswirtschaften so stark einbrechen, wie wahrscheinlich ist es dann, dass wir es nur mit einer „kleinen vorübergehenden Konjunkturdelle" zu tun haben?

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von
Henrik Voigt
Henrik Voigt

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Kommentar von Werner Bläser

"...wenn Konsum und Verbrauchervertrauen fallen, wie wahrscheinlich ist dann eine kurze Konjunkturdelle?": Der Punkt ist eben, dass zwar das Vertrauen fällt (in den USA kein Wunder, angesichts der Bedeutung der Börse für die Amerikaner), aber der Konsum, zumindest bei uns, fällt eben nicht. Die Einzelhandelsumsätze von heute morgen beweisen es ja. Noch ist eine Rezession nur eine Möglichkeit, und nicht "alternativlos".

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