Konjunkturdaten Wochenrückblick 23.01.-27.01.2011.: Europa
Miriam Kraus in Rohstoff Daily
vom 30. Januar 2012, 20:45 Uhr
ENL5454
Deutschland
Wie die Bundesbank im aktuellen Monatsbericht bekannt gab, geht sie für den Beginn des Jahres 2012 von einer Seitwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft aus, nachdem das Wirtschaftswachstum im 4.Quartal 2011 möglicherweise sogar einen Rückgang zu verzeichnen hat. Dafür zeichnet der Rückgang der Aufträge der Industrie verantwortlich, hingegen sollte die Bauwirtschaft von einer hohen Nachfrage profitieren.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sind die Auftragseingänge des deutschen Bauhauptgewerbes im November preisbereinigt um 12,5% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, wozu der Hochbau mit einem Plus von 19% beitrug und der Tiefbau mit einem Plus von 5,1%. Der Gesamtumsatz wuchs um 10,5% auf 9,8 Milliarden Euro. Für die ersten 11 Monat wurde ein Nachfrageplus von 3,7% gegenüber der Vorjahresperiode ermittelt.
Wie das Conference Board bekannt gab, sind die deutschen Frühindikatoren im November um 0,2% gesunken, nach +0,4% im Vormonat.
Wie das ifo-Institut mitteilte, hat sich das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands im Januar verbessert. Der entsprechende Index stieg von 107,3 Punkten im Vormonat auf 108,3 Punkte.
Wie das ifo-Institut zudem mitteilte, hat sich das Geschäftsklima im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands im Januar ebenfalls verbessert. Der entsprechende Index stieg von 19,6 Punkten im Vormonat auf 22,3 Punkte.
Wie die Gesellschaft für Konsumforschung bekannt gab, hat sich das Konsumklima in Deutschland aufgehellt. Der Gesamtindikator weist für Februar einen Anstieg von 5,7 Punkten im Vormonat auf 5,9 Punkte aus.
Wie Destatis ferner mitteilte, sind die deutschen Außenhandelspreise im Dezember gestiegen. Die Importpreise stiegen um 3,9% gegenüber dem Vorjahresmonat, nach +6% im Vormonat und die Exportpreise stiegen um 2,1% gegenüber dem Vorjahresmonat, nach +2,9% im Vormonat.
Überdies gab Destatis bekannt, dass die deutschen Tarifverdienste im Oktober um 2,1% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind, nach +1,8% im Juli 2011. Im Jahresdurchschnitt 2011 stiegen die Tarifverdienste um 1,5%.
Wie das Bundesfinanzministerium mitteilte, ist das deutsche Steueraufkommen im Dezember um 4,1% gegenüber dem Vorjahresmonat auf 70,82 Milliarden Euro gestiegen. Hierbei stiegen die Steuereinnahmen des Bundes um 6,4% auf 36,53 Milliarden Euro und die der Länder um 3,2% auf 27,98 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2011 stiegen die Einnahmen insgesamt um 7,9% gegenüber dem Vorjahr auf 527,26 Milliarden Euro, wobei die Einnahmen des Bundes um 9,8% auf 247,98 Milliarden Euro zulegten und die der Länder um 6,8% auf 224,29 Milliarden Euro stiegen.
EUROPA
EU/Eurozone
Wie das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung bekannt gab, haben sich die Konjunkturerwartungen für die Eurozone im Januar verbessert. Der entsprechende Indikator stieg um 30,9 Punkte auf -32,7 Punkte. Der Indikator für die aktuelle wirtschaftliche Lage bleibt fast unverändert bei -58 Punkten.
Wie Eurostat bekannt gab, sind die Auftragseingänge der europäischen Industrie im November gesunken. Der entsprechende Index für die Eurozone sank um 1,3% gegenüber dem Vormonat und um 2,7% gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Index für die EU27 weist einen einen Rückgang um 1,4% gegenüber dem Vormonat und 1,2% gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Im Oktober war der Index der Eurozone um 1,5% gegenüber dem Vormonat und 1,5% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, der Index für die EU27 stieg im Oktober um 0,2% gegenüber dem Vormonat und 2,6% gegenüber dem Vorjahresmonat.
Wie das Conference Board bekannt gab, sind die Frühindikatoren der Eurozone im Dezember um 0,3% gegenüber dem Vormonat gestiegen, nach -0,1% im Vormonat.
Frankreich
Wie die französische Statistikbehörde Insee bekannt gab, hat sich das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe im Januar eingetrübt. Der entsprechende Index sank von 94 Punkten im Vormonat auf 91 Punkte.
Insee gab zudem bekannt, dass sich die Stimmung der Verbraucher im Januar verbessert hat. Der entsprechende Index stieg von 80 Punkten im Vormonat auf 81 Punkte.
Italien
Wie die Statistikbehörde Istat bekannt gab, weist Italien für Dezember einen Handelsbilanzüberschuss von 2 Milliarden Euro aus, nach einem Defizit von 1,45 Milliarden Euro im Vorjahresmonat. Hierbei stiegen die Exporte um 11,2%, während die Importe um 12,4% sanken.
Istat gab zudem bekannt, dass die Einzelhandelsumsätze im November um 0,3% gegenüber dem Vormonat gesunken sind, nach einem Plus von 0,2% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Minus von 1,8%, nach -1,4% im Vormonat.
Wie Istat zudem mitteilte, hat sich das Verbrauchervertrauen im Januar stabilisiert. Der entsprechende Index verharrte bei 91,6 Punkten gegenüber dem Vormonat.
Die Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Italiens um zwei Stufen von A+ auf A- gesenkt. Ausblick: negativ.
Spanien
Wie die Bank of Spanin mitteilte, ist die spanische Wirtschaft im 4.Quartal um 0,3% gewachsen gegenüber dem Vorjahresquartal, nach einem jährlichen BIP-Wachstum von 0,8% im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Wirtschaftsleistung um 0,3%. Für das Gesamtjahr 2011 ergibt sich damit ein BIP-Wachstum von 0,7% gegenüber dem Vorjahr.
Wie die Statistikbehörde INE mitteilte, ist die Zahl der Arbeitslosen im 4.Quartal 2011 um 295.300 auf 5,27 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg von 21,5% im Vorquartal auf 22,9%.
INE gab zudem bekannt, dass die Einzelhandelsumsätze im Dezember um 6,2% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken sind, nach einem Minus von 7,3% im Vormonat.
Die Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen von AA- auf A gesenkt. Ausblick: negativ.
Österreich
Wie Statistik Austria bekannt gab, ist die Produktion im November um 2,5% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber dem Vormonat verharrte der Ausstoß des produzierenden Gewerbes auf dem gleichen Niveau.
Belgien
Die Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Belgiens um eine Stufe von AA+ auf AA gesenkt. Ausblick: negativ.
Zypern
Die Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Zyperns um eine Stufe von BBB auf BBB- gesenkt. Ausblick: negativ.
UK
Wie ONS bekannt gab, ist der Finanzierungsbedarf der öffentlichen Hand im Dezember von 17,9 Milliarden GBP im Vormonat. auf 13,7 Milliarden GBP gesunken. Im Vorjahresmonat lag der Fehlbetrag bei 15,9 Milliarden GBP.
Wie National Statistics mitteilte, ist das britische BIP im 4.Quartal 2011 vorläufig um 0,8% gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen, nach einem BIP-Plus von 0,5% im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorquartal ergibt sich allerdings ein Rückgang um 0,2%.
National Statistics gab zudem bekannt, dass der britische Dienstleistungsindex im November um 0,6% gegenüber dem Vormonat gestiegen ist, nach einem Rückgang um 0,6% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Plus von 1,6%, nach +1,2% im Vormonat.
Polen
Wie die Statistikbehörde GUS bekannt gab, ist die polnische Wirtschaft im Jahr 2011 um 4,3% gegenüber dem Vorjahr gewachsen, nach einem BIP-Wachstum von 3,9% in 2010.
Schweden
Wie die nationale Statistikbehörde bekannt gab, ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 2,9% gegenüber dem Vorjahresmonat auf 353.000 gesunken. Die Arbeitslosenquote sank von 7,4% auf 7,1%.
CEE
Wie das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung bekannt gab, haben sich die Konjunkturerwartungen für den mittel- und osteuropäischen Raum im Januar verbessert. Der entsprechende Indikator stieg um 18,8 Punkte auf -26,6 Punkte. Der Indikator für die aktuelle wirtschaftliche Lage bleibt fast unverändert bei -15,2 Punkten.
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