Konjunkturdaten: US-Verbraucherpreise machen Druck!
Von Ronald Gehrt in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 17. Mai 2006 07:30 Uhr
ENL5454
Liebe Leser, in diesem Bereich finden Sie immer Montags eine Vorschau auf diejenigen Konjunkturdaten, die wirklich für die Börsen relevant sein werden. Diese werden von mir, sobald sie auf dem Tisch liegen, ausführlich erklärt und deren Bedeutung kommentiert. An Tagen ohne bedeutsame Daten finden Sie hier jeweils eine Erläuterung interessanter Konjunkturdaten, können sich also letztlich so ein kleines "Konjunkturdaten-Lexikon" zusammenstellen.
US-Verbraucherpreise machen Druck!
Die vorhin um 14:30 Uhr veröffentlichten US-Verbraucherpreise für den Monat April sind mit +0,3% in der Kernrate (ohne Energiepreise) stärker als erwartet gestiegen. Dabei fiel der Wert zwar nur 0,1% über den Erwartungen aus, mit dem Vormonatswert (März) von ebenfalls +0,3% zeigt sich aber, dass in den USA weiterhin Preisdruck herrscht. Die Gesamtrate stieg aufgrund der weiter gestiegenen Energiepreise sogar um 0,6% (Prognose +0,5%).
Damit wurde der positive Impuls, der die Aktien- und Anleihemärkte gestern durch unter die Erwartungen ausgefallenen Erzeugerpreise und Hausbau-Beginne/Genehmigungen gestützt hatte, sofort wieder pulverisiert. Die Furcht vor neuen Zinserhöhungen stand sofort wieder im Mittelpunkt. Bei Handelsbeginn an Wall Street fielen die Aktien- und Anleihemärkte nach bis zum Mittag positiven Tendenzen in Europa deutlich zurück.
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