Konjunkturdaten und Zinsentscheidungen:
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 01. Juli 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Die Fed erhöht, wie allgemein erwartet, die US-Leitzinsen um 25 Basispunkte. Greenspan will weitere moderate Zinsschritte von der weiteren Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft abhängig machen. Analysten gehen nach dieser Aussage davon aus, das uns bald schon weitere Zinserhöhungen ins Haus stehen.
Wenn Sie sich fragen, wer von den steigenden US Zinsen betroffen sein könnte: Generell die Finanzinstitute aber auch die in den US aktive Autobranche, da die Null-Zins-Rabatte eventuell nicht mehr in der Form angeboten werden können.
Die EZB lässt hingegen wie allgemein erwartet die Zinsen unverändert.
Die Zahl der Erstanträge ist auf 351.000 gestiegen. Erwartet wurden 340.000 bis 345.000 neue Anträge nach zuvor 350.000 (revidiert von 349.000). Wie gesagt, dieser Wert pendelt sich bei 350.000 Erstanträge ein. Wichtiger sind die in den USA neu geschaffenen Stellen, die morgen veröffentlicht werden.
Der ISM Index notiert bei 61,1. Erwartet wurde der Index bei 61,0 bis 62,0 nach zuvor 62,8.
Nach dem schlechten Einkaufsmanagerindex war hier ein deutlich schlechterer Wert erwartet worden. Die Märkte sackten darum bereits im Vorfeld weg konnten sich nach der Veröffentlichung des ISM Index auch nicht so recht erholen.