Konjunktur: Snow-Rücktritt dominiert über Verbrauchervertrauen
Von Ronald Gehrt in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 31. Mai 2006 07:30 Uhr
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Der heutige überraschende Rücktritt des US-Finanzministers John Snow und die Präsentation seines Nachfolgers Henry Paulson (bis dato CEO der Investmentbank Goldman Sachs) dominierte die Nachrichtenlage.
Das um 16:00 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen für Mai fiel mit 103,2 allerdings auch im Rahmen der Erwartungen aus. Die Daten zum Verbrauchervertrauen zeichnen ein Bild über die Konsumstimmung in den USA. Das Wohl und Wehe des Einzelhandels wird maßgeblich davon beeinflusst und, da dieser Bereich zwischen zwei Drittel und drei Viertel des US-Bruttoinlandsprodukts ausmacht, in der Folge also die gesamte Konjunkturentwicklung dominiert.
Da die Experten aber nach einem sehr hohen Wert von 109,2 im April ohnehin von einem stärkeren Rückgang ausgegangen waren (bedingt durch die nun spürbar gestiegenen Energiepreise), fiel diese Zahl fast unter den Tisch. Die Erwartungen für Mai bewegten sich zwischen 100,9 und 104,0. Der tatsächliche Wert lag, wie gesagt, bei 103,2.
Interessant wird bei den nächsten Konjunkturdaten sein zu sehen, in wie weit diese abgeschwächte Stimmungslage sich wirklich auch auf das Konsumverhalten auswirken wird. Denn sollte der Einzelhandel tatsächlich deutliche Rückgänge spüren wird es den Aktienmärkten wenig helfen, wenn dafür im Gegenzug die Zinserhöhungen der Notenbank eingestellt werden!