Kommentiert: Die Aktienmärkte auf Messers Schneide
Jürgen Schmitt in Insider Daily zum Thema Börse
vom 28. September 2010, 14:30 Uhr
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Heute lesen Sie einen spannenden Marktkommentar von meinem geschätzten Kollegen Jürgen Schmitt, erfahrener Börsenspezialist und Chefredakteur des erfolgreichen Börsendienstes AKTIEN-MONITOR.
Liebe Insider Daily-Leser,
der feste Freitag war für mich persönlich ein weiteres Indiz dafür, dass uns in Kürze die nächste starke Rally-Phase an den internationalen Aktienmärkten bevorsteht. Trotz einer anhaltend miserablen Grundstimmung, trotz einer anhaltenden Flut an Warnhinweisen vor der nächsten Rezession und einer Baisse an den Aktienmärkten, reichten minimal besser als erwartete US-Konjunkturzahlen aus, die Märkte zu einem sehr festen Wochenschluss zu führen. Damit haben vor allem die wichtigsten US-Indizes ihre bislang noch knappen technischen Kaufsignale bestätigt.
Folgt jetzt der nahtlose Übergang in die Herbst/Winter-Rally? Ich möchte das nicht ausschließen, auch wenn die Aktienmärkte aus technischer Sicht derzeit etwas überkauft sind. Freilich kann das noch ein Stück weiter gehen, aber sicherlich werden wir in Kürze auch noch mal etwas Luft holen müssen. Dabei schließe ich aber inzwischen eine stärkere Korrektur so gut wie aus. Vielleicht testen wir im DAX noch einmal das Niveau zwischen 6.000 und 6.150 Zählern. Das dürfte es aber dann gewesen sein.
Dividendenaktien werden bald in den Fokus rücken
In den nächsten Monaten werden Kapitalsammelstellen wie beispielsweise Versicherer zunehmend aus Anleihen in Aktien umschichten müssen. Zum einen sind die Zinsen hier in den tiefsten Kellerregionen angekommen. Damit lassen sich kaum attraktive Renditen erwirtschaften. Zum anderen hat man inzwischen begriffen, dass Staatsanleihen keinesfalls mehr der Hort der Sicherheit sind, der sie früher mal waren. Wenn die Allianz massiv in den Immobiliensektor investiert, ist das ein erster Hinweis, dass man in den Konzernzentralen damit beginnt, umzudenken.
Im zweiten oder spätestens dritten Schritt führt an Aktien kein Weg vorbei. Gefragt sein dürften dann in erster Linie große, solide Dividendentitel. Dazu zählen die Versicherer selbst, aber auch Industrieunternehmen wie BASF oder Siemens und natürlich die Versorger. Die litten in den letzten Monaten am meisten von der Aktien-Abstinenz der Institutionellen. Das dürfte sich ändern.
Herzlichst Ihr
Jürgen Schmitt, Chefredakteur AKTIEN-MONITOR
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