Kommentiert: Der Donaukurier zur Verurteilung Jérôme Kerviels
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Kapitalschutz
vom 7. Oktober 2010, 14:30 Uhr
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Der Ex-Skandal-Trader der Soctiété Générale, Jérôme Kerviel, muss für den größten Spekulationsverlust aller Zeiten für Jahre hinter Gitter (5 Jahre Haft, davon 2 auf Bewährung). Zusätzlich hat er seinem "geschädigten" Ex-Arbeitsgeber einen Schadensersatz von 4,9 Mrd. Euro zu zahlen. Das entschied das Pariser Gericht in dieser Woche. Die halten dieses Urteil für zu hart, andere sehen darin eine echte Symbolwirkung, sicherlich mit Kerviel als Opfer, doch es muss ja einer gerade stehen, oder? Lesen Sie dazu einen Kommentar von Michael Schmatloch vom Donaukurier.
"Bei der französischen Großbank ging es vor dem Absturz in die Finanzmarktkrise doch keinen Deut besser zu als in den Zockerbuden in New York, London oder München. Durchgeknallte, profitgierige Investmentbanker hatten mit ihren "giftigen" Finanzprodukten doch nichts anderes mehr im Sinn als die eigenen Boni und die Dividende ihrer Aktionäre. Gelegenheit macht Diebe - und die Société Générale schuf die Gelegenheit. Insofern hat sich Frankreichs Justitia im Falle Kerviel auf einem Auge als blind erwiesen."