Kolossaler Boom in der Solarbranche
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 23. Mai 2007 17:00 Uhr
ENL5462
Lieber Leser,
„The same procedure as every day” – so könnte man den aktuellen Kursverlauf an den deutschen Börsen kommentieren. Schon wieder zeigen sich die Indizes in Feierlaune. Alles im Grünen Bereich: DAX +0,9 Prozent, TecDAX +1,7 Prozent, SDAX +0,3 Prozent. Der MDAX schwächelt zwar mit nur einem leichten Anstieg nur um 0,03 Prozent. Dafür legen die 106 Titel im GEX, dem German Entrepreneurial Index, um 1,3 Prozent zu. Der Prime Standard mit seinen 410 Mitgliedern klettert um 0,7 Prozent.
Zu den Index-Treibern im GEX zählen heute ganz klar die Solaraktien. Aleo Solar (WKN A0JM63) beispielsweise liegen 2,4 Prozent vorne, Conergy (WKN 604002) klettert 3,0 Prozent, Solon (WKN 747119), Reineck + Pohl Sun Energy (WKN 525070) und Q-Cells (WKN 555866) machen gar Sprünge um 3,1, 4,6 und 6,2 Prozent.
Grund für das Kursfeuerwerk sind starke Zahlen bei Solon. Der Hersteller von Solarmodulen steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal 2007 um 48 Prozent auf 75,1 Millionen Euro. Der Gewinn kletterte von 2,5 auf 12,2 Millionen Euro bzw. von 0,28 auf 1,31 Euro je Aktie. Darin enthalten ist allerdings ein Sondereffekt aus dem Verkauf der Beteiligung am niederländischen Solarzellenhersteller Solland Solar Energy. Ohne diesen Effekt lag das Ergebnis je Aktie bei 0,29 Euro. Positiv nahmen Börsianer die Prognose auf. Das Solon-Management will nämlich den Umsatz und den bereinigten Gewinn in diesem Jahr um mehr als 30 Prozent steigern.
Solon setzt damit den Reigen guter Auftaktquartale der Firmen der Branche fort. Erst vor einer Woche konnte Q-Cells seine Prognose beim Jahresumsatz von rund 700 auf 750 Millionen Euro hochschrauben. 2006 waren es erst rund 0,5 Milliarden Euro. 2008 wollen die Thalheimer die Umsatz-Milliarde knacken. 2009 soll sich der Boom mit einem weiteren Absatzplus von 40 Prozent fortsetzen. Die Solarbranche profitiert dabei vom zunehmenden Auslandsgeschäft vor allem dem Export von Solaranlagen nach Südeuropa und Nordamerika.
[Fortsetzung weiter unten]
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