Knochenberge in Verdun
unserem Korrespondenten Addison Wiggin in Paris in Investors Daily
vom 26. August 2003 18:00 Uhr
ENL5454
*** Letztes Wochenende war ich in Verdun ... dort gab es 1916 ein Abschlachten, das 10 Monate dauerte und über 700.000 deutsche und französische Bauern, Handwerker, Ladenbesitzer und Kaufmänner in den Tod schickte. Viele ihrer Knochen können im Gebeinhaus auf dem Hügel "Douaumant" besichtigt werden.
Raymond Poincaré, damals Präsident von Frankreich, verkündete, dass der Name dieser Stadt in den Herzen aller Franzosen das Symbol für Ehre und Nationalstolz geworden sei. Das erinnerte mich an die Warnung des amerikanischen Generals Sherman, nach dem Bürgerkrieg: "Es sind nur die, die niemals einen Schuss abgefeuert haben oder niemals das Stöhnen von Verwundeten gehört haben, die laut nach Blut, mehr Rache und mehr Verwüstung schreien."
Verdun ist seit Christi Geburt 11 Mal erobert und geplündert worden ... mehr dazu morgen.
*** In den USA sind die Preise im letzten Monat um "nur" 0,2 % gestiegen ... wenn man diese Zahl mit 12 multipliziert (für ein Jahr), dann käme man auf 2,4 %.
"Das sind KEINE guten News", schreibt der "Mogambo Guru" – siehe nächster Artikel. "Das sind KEINE neutralen News, aber es sind auch KEINE News, die das Ende der Welt ankündigen, also sind es irgendwie doch gute News, aber es sind tatsächlich schlechte News. Aber das werden Sie nicht hören, von diesen Jackass-Anzugsträger-Wichtigtuern, die gerne sprechen und damit das Fehlen ihrer intellektuellen Kapazitäten offenbaren und dies als gute Nachrichten verkaufen."
"Die Regierung will, dass sich der Aktienmarkt erholt", schreibt James Cook von Investment Rarities. "Sie (Fed-Gouverneure) kümmern sich nicht um Bewertungen. Sie tun alles, um die Aktienkurse steigen zu lassen. Darunter positive Kommentare der Fed zur Wirtschaftslage und fragwürdige Wirtschaftsstatistiken."
*** Wir vom Investor's Daily haben bei Gelegenheit auf eine besondere Eigenschaft der aktuellen Post-Spekulationsblasen-Landschaft verwiesen: Eine Verbindung zwischen allem und jedem und der Wirtschaft.
"Die Straße zu einer Regierung mit weitreichenden Befugnissen", so das Fazit von Mr. Cook, "ist die Straße zu sozialer Desintegration. Am Ende wird das Sicherheitsnetz, das der Staat errichtet hat, nicht funktionieren. Regierungsprogramme – mit ihren hohen Kosten und sich ständig erhöhenden Ausgaben – werden zum Bankrott der Nation führen ... die Märkte werden einbrechen und der Dollar wird einen desaströsen Rückgang erleiden. Die Zinsen werden stark steigen und die Schulden werden niemals zurückgezahlt werden."