Klasse: Kosten für Währungssicherung sinken!
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Derivate & Hebelprodukte
vom 12. November 2009, 12:00 Uhr
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*** Eine feine Sache:
Die Kosten für eine Währungssicherung sinken.
Um was es geht:
Die meisten Rohstoffpreise notieren in Dollar. Wenn Sie nun ein Zertifikat auf Gold oder Silber oder Erdöl oder Kupfer kaufen, dann kann Folgendes passieren: Der Preis des Rohstoffs steigt (in Dollar!), gleichzeitig fällt der Dollar. Da der Kurs des Zertifikats in Euro notiert, spiegeln sich beide Effekte im Kurs wider.
Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass der Kurs des Zertifikats (in Euro) fällt, obwohl der Rohstoff sogar leicht gestiegen ist. Dann war es der fallende Dollar, der einen Strich durch die Rechnung gemacht hat!
Mitglieder der Trader´s Daily-Gemeinde wissen, dass es eine Eigenschaft namens „Währungssicherung" gibt. Im Traderjargon „Quanto" genannt. Für Bonus- oder 1:1-Zertifikate ist dies durchaus weit verbreitet.
Währungssicherung, funktioniert so: Der Effekt der Dollarkurs-Veränderung wird vollständig ausgeblendet. Bei einem 1:1 Gold-Schein mit Währungssicherung bedeutet dies z.B.: Wenn der Goldpreis um 2% steigt oder fällt, dann steigt oder fällt auch der Kurs des Scheins um 2%. Dollarentwicklung völlig egal.
Und hier sage ich durchaus richtig: Gerade bei Edelmetallen ist die Währungssicherung wichtig!
Denn Gold und Silber als „reales Geld" stehen in gewisser Weise in Konkurrenz zum „Papiergeld" Dollar. Wenn die Menge an Papiergeld explodiert (wie derzeit beim Dollar), dann werden Gold und Silber relativ gesehen knapper. Und damit zieht tendenziell ihr Preis in dieser Papierwährung an. Ein steigender Goldpreis geht deshalb oft Hand in Hand mit einem fallenden Dollarpreis - und umgekehrt.
Und das ist für uns als Euro- bzw. Franken-Anleger ein wichtiger Punkt!
*** Deshalb mein Rat: Wenn immer es zu vertretbaren Kosten möglich ist, denken Sie bei Rohstoff-Scheinen an eine Währungssicherung. Bei Hebel-Produkten gibt es die nicht, wohl aber bei 1:1 Endlos-Zertifikaten sowie Bonus-Zertifikaten.
Alles hat seinen Preis. (Wieso eigentlich der Trader´s Daily nicht? Ach doch, der Preis ist die gelegentlich „reißerische" Werbung, welche Sie und ich ertragen müssen. Sie wissen wahrscheinlich, was ich meine, im kleineren Kreis würde ich auch deutlicher werden.)
Die Kosten für eine Währungssicherung hängen von einigen Punkten ab. Da spielt z.B. das unterschiedliche Zinsniveau „Dollar-Euro/Franken" eine Rolle, Korrelation und Volatilität ebenso.
In den letzten Wochen war es nun so, dass die Faktoren „Zinsniveau" und „Volatilität" sich in eine Richtung verändert haben, die die Kosten einer Währungssicherung sinken ließen.
So vermeldete z.B. Goldman Sachs, dass die Kosten für die Währungssicherung bei Edelmetall-Scheinen um 1,0 bis 2,0 Prozentpunkte gesunken sind, teilweise (bei Platin) sogar bis zu 3,0 Prozentpunkte. Das ist eine ganze Menge! Denn nun geht es um Kosten im Bereich 2 bis 3 Prozentpunkte. Pro Jahr. Damit können Sie sich eine vollständige Absicherung gegen einen fallenden Dollar kaufen.
Natürlich bedeutet das im Umkehrschluss, dass Sie von einem steigenden Dollar nicht profitieren würden. Doch Hand aufs Herz - glauben Sie an einen in den nächsten 12 Monaten steigenden Dollar? Ich jedenfalls nicht.
Mein Fazit: Wenn Sie ein 1:1 oder Bonus-Zertifikat auf einen in Dollar notierten Rohstoff kaufen möchten - dann schauen Sie nach, ob es diesen Schein auch mit „Quanto" = Währungssicherung gibt. Die Kosten dafür sind derzeit niedrig, und der Dollar macht durchaus Anstalten, weiter zu fallen.
Mit herzlichem Gruß,
Ihr
Michael Vaupel
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerhard H (12.11. 2009 15:16 Uhr):
Hallo H. Vaupel Zu Ihrem beitrag heute betreffend Währungsicherung. Für Hebelprodukte z.B. auf Gold oder Silber gibt es von der Commerzbank auch währungsgesicherte (Quanto) Hebelzertifikate.
Antworten - Kommentar von Knaack (12.11. 2009 18:20 Uhr):
Endlich mal eine Bemerkung zu der tatsächlich UNERTRÄGLICH reißerischen Werbung für die Produkte des FID-Verlages. Die Haare stehen einem zu Berge angesichts der dort verbreiteten Lügen. Grüße P. Knaack
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