Klares Kaufsignal
Martin Weiss in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 12. Oktober 2009, 07:30 Uhr
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In der vergangenen Handelswoche konnte der deutsche Leitindex wieder deutlich zulegen. Am Freitag ging er bei über 5700 Punkten aus dem Handel.
Im Wochenvergleich betrug das Plus sage und schreibe 4,5 Prozent. Auch der marktbreite S&P500 gewann 4,5 Prozent. Der japanische Leitindex kam fast drei Prozent voran.
Zunehmender Anlagedruck
Auffällig ist weiter, dass in sehr vielen Marktberichten aktuell von Anlagenotstand" geschrieben wird. In sicheren" Anlagen gebe es ja keine Zinsen mehr, insofern sei ein Umschichtungsprozess in den Aktienmarkt hinein in vollem Gange. Etwas vorsichtiger stimmt allerdings, dass das Sentiment für den deutschen Leitindex in jüngster Vergangenheit wieder deutlich besser geworden ist. Die Zahl der Bullen ist wieder deutlich größer als das Bärenlager.
Charttechnischer Ausblick
Kurzfristig ist aber entscheidend, dass der Widerstand im Bereich des Jahreshochs um 5750 bis 5775 Punkte überwunden werden muss. Dann kann es mit der Liquiditätsrallye weitergehen. Und zwar in Richtung 6200 bis 6300 Punkte. Einzig fraglich und spannend bleibt, wann dem Aktienmarkt wieder die Luft ausgehen wird. Allerspätestens wird es dann höchst kritisch, wenn die verantwortlichen Notenbanker und Politiker ihre stimulierenden und stützenden Maßnahmen beenden.
Klares Kaufsignal für Gold
Indes präsentierte sich in den vergangenen Tagen auch der Goldmarkt in äußerst robuster Verfassung. Der Goldpreis konnte das alte nominale Rekordhoch aus dem März 2008 überwinden und kletterte zwischenzeitlich auf exakt 1061,80 Dollar. Am Freitag ging er bei 1049 Dollar ins Wochenende. Somit wurde auch auf Wochenschlusskurs-Basis ein klares Kaufsignal bestätigt. Dieser Ausbruch signalisiert den nächsten zyklischen Hausseschub innerhalb des um die Jahrtausendwende begonnenen Aufwärtstrends.
Fundamentale Hausse-Faktoren
Und auch die fundamentale Grundlage für die weitere Entwicklung ist und bleibt bullish. Unter anderem sei hier erneut auf die von den Notenbanken betriebene Politik des sog. quantitative easing" verwiesen, was am Ende des Tages nichts anderes ist, als schlicht und einfach Geld zu drucken. Insofern verwundert es nicht, dass die monetäre Goldnachfrage sowohl in den aufstrebenden als auch den etablierten Industrieländern weiter zunimmt. Und das bei einem seit dem Jahr 2001 stagnierendem Goldangebot.
Alles in allem spricht also sehr viel dafür, dass uns die Gold-Hausse in den kommenden Jahren erhalten bleiben wird.
Ob am Ende des Tages tatsächlich das Dow/Gold-Ratio auf unter zwei fallen wird? Nichts scheint mehr unmöglich zu sein...
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