Klagen, das Lied der Kaufleute?

Jürgen Nowacki in Investoren Wissen zum Thema Dax 30
vom


Was diese Headlines nicht gemeinsam haben, ist das Jahr, in dem Sie durch die Medien geisterten, denn die ersten beiden Überschriften stammen aus dem Jahr 2010. Offensichtlich sollte man sich als Anleger aber nicht von solchen Aufmachern beeinflussen lassen, denn Autoaktien sind in den letzten 2 Jahren kräftig gestiegen. Wie der folgende Chart zeigt, hat die VW-Aktie in den letzten beiden Jahren um mehr als 100 Prozent zugelegt - und das trotz negativer Pressemeldungen.


Wie kann es weitergehen?

Wenn wir uns als Anleger nicht darauf verlassen können, was Experten in den Headlines der Printmedien veröffentlichen und wenn uns die Meinung, der Börsenrat mache das Gegenteil von dem, was in der Zeitung steht" etwas zu schwach als Kaufargument für Aktien scheint, dann lassen Sie uns doch gemeinsam noch einmal in den Chart einsteigen.

Auffällig ist bei den deutschen Automobilaktien, dass institutionelle Anleger nach wie vor auf der Kaufseite stehen. Fondsmanager akkumulieren ihre VW-Bestände, und das heißt, dass sie an schwachen Börsentagen beide Hände aufhalten. Gut sichtbar ist das am grünen Balkendiagramm im zweiten Chartbild. Der Trendindikator Moving Average Convergence Divergence (MACD) im dritten Chartbereich befindet sich zwar unterhalb seiner Nulllinie und damit im Minus, aber das ist kein Widerspruch. Die internationalen Börsentrends haben in den letzten Wochen eine Korrektur durchgemacht. Das sehen wir am MACD-Indikator, der zur Zeit ein leichtes Verkaufssignal generiert. Trader und Anleger, die ihren Einstieg optimieren wollen, können sich danach ausrichten und abwarten, bis die Börsenampel auf grün steht und der MACD ein Kaufsignal generiert. Für Fondsmanager, die große Aktienstückzahlen handeln, sind diese Signale allerdings zu kurzfristig. Aber Kleinanleger können sich etwas sicherer fühlen, wenn sie bei Ihren Investments den Fußspuren der Großanleger sowie dem MACD folgen und sich weniger von den Überschriften zum Thema Rabattschlachten beeinflussen lassen.

Viel Erfolg am Markt wünscht Ihnen

Jürgen Nowacki,

Chefredakteur Target Trader

Zum ersten Teil von: Sind Autoaktien zu teuer?

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