King setzt GBP unter Druck
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 16. September 2009, 12:00 Uhr
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Mervyn King, seines Zeichens Governor der Bank of England hat gestern mit seinen äußerst dovishen Kommentaren das britische Pfund deutlich weiter unter Druck gesetzt. King kennzeichnete seine Besorgnis über die Geschwindigkeit der konjunkturellen Erholung und bezeichnete diese als anämisch.
Darüber hinaus macht sich der britische Zentralbankschef Sorgen um die Zentralbankseinlagen der Banken. Seit Beginn der QE-Maßnahmen in Großbritannien wurde die Höhe dieser Einlagen nicht mehr begrenzt. Dementsprechend tummelt sich mittlerweile massiv Liquidität auf dem Zentralbankskonto. Banken parken das Geld zu 0,5% bei der Zentralbank.
Doch genau dies ist das Problem. Die britische Zentralbank sähe es erwartungsgemäß lieber, wenn sich die Liquidität im Geldmarkt ausbreiten und nicht auf dem Zentralbankskonto zwischengeparkt würde. King kommentierte dementsprechend, das man gegenwärtig die Option diskutiere die deposit rates für die Zentralbankseinlagen zu reduzieren.
Diese Kommentare führten gestern wie gesagt zu massivem Druck auf die britische Währung. (Darüber hinaus üben auch die in der Konsequenz weiterhin rückläufigen Geldmarktzinsen Druck auf die Währung aus). Einige Beobachter halten es darüber hinaus sogar für wahrscheinlich, dass die Kommentare des Zentralbankschefs gezielt darauf abgestimmt sind, das Pfund zu schwächen, um den Exportmarkt zu unterstützen.
GBP/USD fiel gestern von 1,6659 ( nach den Inflationszahlen) bis auf ein Tagestief bei 1,6401. Obwohl sich Cable vom gestrigen Tagestief bereits erholen konnte, weisen die Signale eher auf eine Fortsetzung der Korrektur hin, so lange der Widerstand bei 1,6661 nicht gebrochen wird. Unterstützung ergibt sich vorerst bei 1,6400. Sollte diese nach unten durchbrochen werden, liegt die nächste Marke bei 1,6353, wobei sich die nächste Unterstützung bei 1,6322 ergibt. GBP/USD notiert aktuell bei 1,6502.
Quelle: CFX-Trader
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