"Keynesianisch vergiftete Staaten"
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 23. Juli 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Einmal mehr gibt Marc Faber zu bedenken, dass es noch einige Jahre dauern könnte, ehe die ganz große Krise beginnt. Des weiteren sei es nicht unwahrscheinlich, dass davor das breite Publikum durch einen neuen Großkrieg abgelenkt werde.
Weltkrieg als Lösung?
Ferner betont er, dass die laufenden und kommenden Konjunkturpakete die Krise nicht lösen werden. Das Gegenteil sei der Fall, eine Verschlimmerung würde eintreten. In der großen Depression der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es ja erst der Kriegseintritt der USA, der die Lösung" brachte. Des weiteren rät er, zumindest mental auf den Fall der Fälle vorbereitet zu sein.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, laut Faber ist der Staat ein Apparat, der nicht mehr die Interessen der Bürger im Sinn hat. Er schützt sich selbst, und keineswegs mehr das werte Wahlvolk. Insofern gilt es, sich vor der immer rücksichtsloser werdenden Gangart der Staaten zu schützen.
Beunruhigter Philosoph
Sehr spannend ist, dass sich der Philosoph Peter Sloterdijk ebenfalls äußerst besorgt zum gegenwärtigen System-Zustand äußert. Die größte Gefahr für das System sieht er in der Schuldenpolitik. Wortwörtlich spricht er in diesem Zusammenhang von keynesianisch vergifteten Staaten". Ein Schelm, wer da neben den toxischen Papieren auch an toxische Staaten" denken muss.
Enteignung der Gläubiger
Dem Karlsruher Rektor zufolge steuert diese Schuldenpolitik so diskret wie unvermeidlich auf eine Situation zu, in der die Schuldner ihre Gläubiger wieder einmal enteignen werden, was im übrigen in der Geschichte eher die Regel als die Ausnahme war. Sloterdijk spricht neuerdings gar von der pantagruelischen Dimension" der Staatsschulden.
Kommende Großenteignungen
Am Ende des Tages gibt es mehrere Varianten der Großenteignung. Ob nun Abschreibung, ob nun Insolvenz, ob Währungsreform, oder Inflation, schlussendlich wird enteignet werden. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, ehe die keynesianisch vergifteten Staaten zur Un-Tat schreiten werden und zur finalen Währungszerstörung übergehen.
Apropos keynesianisch", schon John Maynard Keynes wusste, dass es keine subtilere und auch keine sicherere Methode gibt, einer Gesellschaft ihre Grundlagen zu zerstören, als die Zerstörung der Währung.
Seien Sie also auf die kleptokratische Hand des Staates vorbereitet. Und hoffen Sie mit mir, dass uns ein neuer Großkrieg als Lösung" erspart bleiben möge...