Kennzahlen: Der Return on Equity (ROE)
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 16. Juni 2011, 17:00 Uhr
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Um gut bewertete und vielversprechende Aktien zu finden, führt in der heutigen Finanzwelt wohl kaum ein Weg an der Kenntnis verschiedener Kennzahlen vorbei.
Wenn Sie sich je einmal als Anfänger an die fundamentale Analyse eines Unternehmens bzw. dessen Zahlenwerk und die entsprechenden Metriken gewagt haben, dürften Sie schnell mit zahllosen Größen und unbekannten Ausdrücken überflutet worden sein: Profit Margin, EPS, ROE, EBITDA, und viele mehr.
Eine der aus meiner Sicht wichtigsten Zahlen möchte ich heute kurz erläutern, den sogenannten "Return on Equity" (kurz: ROE). Auf Deutsch handelt es sich heribei um die Eigenkapitalrendite eines Unternehmens.
Was hat es mit dem ROE auf sich?
Ob Sie es glauben oder nicht: Der ROE ist eine der besten Möglichkeiten, die Profitabilität eines Unternehmens schnell zu beurteilen. Um genauer zu sein, er zeigt Ihnen, wie viel Profit die entsprechende Firma mit dem Geld, welches die Anleger in sie investierten, erwirtschaftet. Doch sehen wir uns zunächst einmal an, wie der ROE berechnet wird:
Sie können den ROE berechnen, indem Sie das Nettoeinkommen durch den Anteil des Aktionärs dividieren. Je höher diese Zahl ausfällt, desto effektiver ist eine Firma darin, ihre Vermögenspositionen und ihre Mitarbeiter in Gewinne für Investoren zu verwandeln.
Ein Beispiel:
Zwischen 1998 und 2003 setzte Dell Computer eine sehr effiziente Direktverkaufsstrategie ein, welche hohe Profitmargen mit sich brachte. Dies führte zu starken Zuwächsen im Einnahmenbereich und einem zweistellen ROE von 46%. Während der gleichen Zeit stiegen die Aktien von Dell um 91.95%.
Am ROE können Sie auch sehr gut erkennen, wie das Management gerade läuft. Fällt der ROE plötzlich sehr stark, sollten Sie genau überprüfen, was die Ursache hierfür ist. Veränderungen im ROE lassen sich also auch erfolgreich als Alarmzeichen nutzen!
Idealerweise möchten Sie als Investor einen beständig steigenden ROE sehen. Dafür kann es ganz nützlich sein, den ROE jede Woche zu überwachen.
Verfolgen können Sie den ROE übrigens über die meisten kostenlosen Finanzwebsites im Netz. Sollte Sie hierbei Schwierigkeiten haben, besteht natürlich auch immer noch die Möglichkeit, diesen auch selbst zu berechnen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an den Märkten und einen angenehmen Abend.
Herzliche Grüße,
Ihr Klaus Buhl
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