Kenia: Das größte Problem liegt aber im eigenen Land
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 14. Juni 2010, 19:00 Uhr
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Die Börse Kenia lässt sich von den Turbulenzen an den etablierten und auch an den meisten Emerging Markets Börse nicht beeindrucken - darüber habe ich Sie im letzten Profit Radar informiert. Also, alles prima? Leider nicht.
Wenn einem schon die anderen keine Probleme bereiten, dann macht man sich selbst welche. Der größte Risikofaktor für die Börse lautet: politische Instabilität. Mit der letzten Neuwahl des Präsidenten Anfang 2008 sollte Kenia zum demokratischen Vorbild für Afrika werden. Doch statt Vorbild gab es Chaos und Bürgerkrieg. Obwohl Kenia die stärkste Volkswirtschaft in Ostafrika ist, selbst in Krisenzeiten wächst und über einen gut entwickelten Privatsektor verfügt, brodelt es in Kenia.
Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer schärfer, rund 60% der Menschen leben von weniger als 2 US$ pro Tag. Die Einwohnerzahl in der Hauptstadt Nairobi ist aufgrund der zunehmenden Landflucht in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Entsprechend gibt es erhebliche Probleme zum Beispiel bei der Wasserversorgung, die in den letzten Jahren viel zu wenig investiert worden ist.