Keiner spuckte in die Suppe
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 10. Februar 2010, 08:30 Uhr
kurz tauchte der Dow Jones noch einmal unter die 10.000 Punkte ab, dann löste er sich immer selbstbewusster von dieser psychologisch wichtigen Marke. Beim derzeitigen Hauptbelastungsfaktor der Börsen, die Lage Griechenlands, bewegt sich etwas, was die Marktteilnehmer aufatmen und die Notierungen steigen lässt. Verschiedenste Möglichkeiten der Hilfe für Griechenland werden diskutiert. Auch ohne Lösung: Dies ist ein gutes Zeichen für die Börsen. Schließlich werden an den Finanzmärkten Erwartungen gehandelt. Von Unternehmensseite wurde auch nicht in die Suppe gespuckt. So sind die heutigen Vorgaben wirklich gut, da auch die Börsen in Fernost freundlich gestimmt sind.
Ich hatte gestern übrigens nicht nur an der Börse einen durchwachsenen Tag: Auch mein abendliches Tennis-Match war keine Offenbarung! Konzentrationsschwäche: Das ist wohl mein Thema? Vielleicht fehlt einfach nur die Sonne. Gerade musste ich zum 100ten Mal in diesem Winter Schnee schieben. Ich sehne den Frühling herbei!
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Dax (DAX.I): störende Meldungen einfach ausgeblendet
Für kurze Zeit wirkte das Medikament Flüsterpropaganda nicht mehr. Die Ratingagentur Fitch äußerte sich skeptisch zur Finanzlage Spaniens und Großbritanniens. Doch werden Ratingagenturen nach ihrem Versagen vor dem Beginn der Wirtschaftskrise nicht mehr ganz so ernst genommen. So konnte diese Meldung schnell wieder vergessen werden: Herrscht gute Stimmung am Markt, dann werden eben gerne störende Meldungen ausgeblendet.
Nachbörslich klappte dann auch der Sprung über den Widerstand bei 5.540/50 Punkten. Doch über Stunden kam der Dax nicht mehr voran, da auch die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) für Widerstand sorgte. Vorbörslich muss der deutsche Leitindex einige Punkte abgeben, doch an der guten Stimmung ändert das erst einmal nichts. Die Chancen auf der Long-Seite sind heute einfach besser. Diese Einschätzung lässt mich an der einen oder anderen Stellschraube beim Geld- und Risikomanagements drehen. Dies bedeutet aber nicht, dass Short-Engagements nicht eingegangen werden. Ich berücksichtige grundsätzlich beide Kurs-Richtungen. Anders geht es im Kurzfirst-Trading schließlich nicht! Die Bewegungen, egal in welche Richtung, müssen „eingefangen" werden.
Schroffes Abweisen hat Konsequenzen
So wie es aussieht, verschieben sich die relevanten Kurs-Marken nun etwas nach oben. Ich gehe daher erst nach einem Anstieg über die 200er-Linie (lila Linie) bzw. die gestrigen Hochs long. Bei diesem Long-Szenario ist die obere Begrenzungslinie des früheren Trendkanals (die blauen Linien) mein Maximal-Kurs-Ziel. Sobald sich schon vorher Ermüdungserscheinungen bei den Bullen zeigen, liquidiere ich die Position. Wird der Dax an der blauen Linie schroff abgewiesen, so nehme ich eine Short-Position ein. Kann jedoch die Aufwärtsbewegung am Leben gehalten werden und kann das Kurs-Niveau um 5.640 Punkte überwunden werden, dann sind 5.700 Punkte mein erstes und 5.740 Punkte mein zweites Kurs-Ziel. Auch hier gilt: Ein Scheitern an diesen Widerständen lässt mich ins Bärenlager wechseln.
Setzt sich die Aufwärtsbewegung nicht weiter durch, dann lege ich mich bei 5.500 Punkten auf die Lauer. Kommen hier wieder vermehrt Käufer in den Markt - auch die untere Begrenzungslinie des Trendkanals sollte stützende Wirkung haben -, schließe ich mich dieser Truppe an. Lassen sich die Bullen an diesem Ort nicht blicken, dann eröffne ich jedoch eine Short-Position.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Etwas tiefer wird der Dax vorbörslich gesehen. Damit wird aber die vorherrschende, positive Stimmung nicht eingetrübt. Die Chancen auf der Long-Seite sind heute besser.
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
