Keine Festlegung bei US-Staatsanleihen
Michael Vaupel in Traders Daily
vom 06. Januar 2005 12:00 Uhr
ENL5454
Derzeit halte ich mich von Puts oder Calls auf US-Treasuries fern. Der Grund: Einerseits spricht vieles für weiter steigende Zinsen in den USA (Zinserhöhungszyklus läuft, hohe Staatsverschuldung lässt Zinsen tendenziell steigen) – aber andererseits gibt es auch Faktoren, die für einen Rückgang der Zinsen (und damit Anstieg der Anleihenkurse) sprechen. Ich zitiere für diese Gründe meinen Kollegen Bill Bonner:
"Wenn Amerika demselben Muster (wie Japan) folgen würde, dann müssten auch die Kurse der US-Aktien und die Immobilienpreise fallen. Ich schließe die Kurse der US-Staatsanleihen bewusst nicht ein. Denn in einer Kreditkontraktion werden zwar normalerweise die Anleihen von schlechter Qualität hinweggefegt, aber Anleihen höchste Qualität – wie Staatsanleihen – werden bevorzugt. In einer Kontraktion fallen die Zinsen normalerweise, was die Kurse von erstklassigen Staatsanleihen tendenziell steigen lässt. Aktien, Immobilien und andere Vermögensgegenstände fallen normalerweise, wenn die hochgesteckten Erwartungen der Spekulationsblasen-Periode düsteren Ahnungen weichen."
Unabhängig davon bleibt für ausländische Investoren aber das Währungsrisiko – bitte nicht vergessen!