Keine Blase bei den Agrarrohstoffen
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Agrar-Rohstoffe
vom 13. Juni 2006 20:45 Uhr
ENL5454
Agrarrohstoffe und Ethanol
Was ich jedoch interessant fand, war Warren Buffetts Aussage zu den Agrarrohstoffen. Hier sieht er (in Weizen, Mais und Soja) noch keine Blase. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man hier insbesondere beim Mais durchaus investieren sollte. Allerdings mit einem Zeithorizont von 2 Jahren. Bislang sind die Wetterdaten in den USA einfach noch zu gut, als das der Markt jetzt kurzfristig signifikant steigen könnte. Aber aus China wurde vermeldet, dass dort die Beimischung von Ethanol in den konventionellen Treibstoff in einer Größenordnung von 10 % vorgeschlagen wurde. In 8 Provinzen wird dies ja bereits Testweise getan. Richtig heiß wird es allerdings erst wenn dies auch in den Megastädten Shanghai, Peking und Tianjin der Fall ist, so wie es die National Development and Reform Commission vorschlägt.
Auch zu Ethanol Raffinerien äußerte sich Buffett kritisch. Wenngleich er anmerkte, dass er das Ethanol Geschäft nicht gut genug verstehen würde, um die Situation einzuschätzen. Klar scheint für Buffett indessen zu sein, dass die Raffinerien bei der Ethanolproduktion nur schwer Wettbewerbsvorteil herausarbeiten können. Dem stimme ich zu, schließlich dürften die Kosten für die Ethanolproduktion mit möglicherweise steigenden Getreide- und Zuckerpreisen zunehmen und die Gewinne der Hersteller drücken.
Sicherer ist es meiner Meinung nach also in den Agrarrohstoffen zu investieren, statt in Aktien von Ethanolverarbeitern.
Herzlichst Ihr
Andreas Lambrou