Kein klarer Trend nach Kriegsende
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 17. April 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Seit Ende des Irakkriegs hat es weder an den Aktienmärkten noch bei der US-Wirtschaftslage einen klaren Trend gegeben.
Ich kann nicht in die Zukunft sehen, und ich kann nicht sagen, welcher Trend entstehen wird. Aber ich habe keinen Grund zu der Annahme, dass die Aktien in der Zukunft noch teurer werden. Normalerweise ist das Jahresdrittel bis Ende April das Beste für Aktien. Das könnte auch dieses Jahr der Fall sein ... oder auch nicht. Die Aktien könnten zwar steigen, aber die durchschnittliche Dividendenrendite von weniger als 2 % (auf Dow Jones Ebene) spricht nicht gerade dafür.
Ich habe auch keinen Grund dafür, den Dollar oder Dollar-basierende Investments besitzen zu wollen. Die Rendite der US-Anleihen ist geringer als die von Euro-Anleihen ... und sie könnte durch einen fallenden Dollarkurs noch unterminiert werden. Natürlich könnten die Kurse der US-Anleihen trotzdem noch etwas steigen, wenn die Fed die Leitzinsen noch einmal senken wird. Mein Kollege Eric Fry wird gleich erklären, dass das Einzige, das niedrigere Leitzinsen ... weitere Refinanzierungen bei den Hypotheken ... und höhere Anleihenkurse bringen kann – eine schwache Wirtschaftsentwicklung ist. Und das wäre nicht gerade gut für den Dollar.
Und sowieso – früher oder später verliert Papiergeld gegenüber dem Gold. Ich weiß nicht, ob es eher früher oder eher später sein wird. Aber früher oder später wird es so sein.
Da ich nicht mehr dazu zu sagen habe, übergebe ich jetzt an meinen Kollegen Eric Fry: