Kaufsignal bei Aixtron - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily
vom 09. Oktober 2007 17:00 Uhr
ENL5454
Viele sagen dem Unternehmen dann Adieu und machen nach einem vorangegangenen kräftigen Kursanstieg Kasse. Das sehen wir heute auch bei Klöckner & Co (WKN KC0100). Die Aktie des Stahlhändlers verliert aktuell knapp 20 Prozent. Zuvor hatte sich der Aktienkurs allerdings in weniger als einem Jahr verdreifacht. Auslöser des Einbruchs: Der Duisburger Konzern senkt seine Prognosen für dieses Jahr. Wegen der schwachen Entwicklung des Stahlpreises in einigen Bereichen wird der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wohl um rund 10 Prozent niedriger ausfallen, als bisher angenommen.
Trotzdem rechnet das Firmenmanagement mit dem zweitbesten Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Damit dürfte das KGV bei Klöckner & Co nicht allzu weit über 10 liegen. Möglicherweise war der heutige Rückgang dann auch zu heftig und die Aktie dreht schon in den nächsten Tagen wieder nach oben.
Deutlich im Minus ist auch Gerry Weber (WKN 330410). Dabei meldete der Modekonzern erst vor 2 Wochen erfreuliche Zahlen zum dritten Quartal. Danach steigerte das Unternehmen seinen Umsatz in den ersten 9 Monaten des bis Ende Oktober laufenden Geschäftsjahres um 12 Prozent auf 344 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie kletterte rund 20 Prozent und legte von 0,48 auf 0,57 Euro zu. Im Gesamtjahr dürfte das Ergebnis im Bereich von 1,20 Euro je Aktie landen. Ich finde – für einen Wachstumswert mit starker Marke ist ein erwartetes 17er-KGV noch nicht einmal sonderlich teuer.
Die Bewertung sollte aber schon bald deutlich fallen. Denn in den nächsten Jahren will Firmenchef Gerhard Weber den Umsatz des Unternehmens massiv ausbauen und die Gewinnspanne deutlich steigern. Schafft der Manager seine Zielvorgaben, dann hat die Aktie auf Sicht von 2 oder 3 Jahren Verdopplungspotential. Und geht etwas daneben, dann ist wenigstens das Rückschlagspotential durch die moderate Bewertung nach unten begrenzt.
Ihr
Georg Pröbstl