Kauffreude pausiert: EUR/USD schwächer
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 29. Juli 2009, 12:00 Uhr
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Leichte Konsolidierung an den Aktienmärkten! Einige enttäuschende Quartalsergebnisse und ein Rückgang des US-Verbrauchervertrauens haben die Märkte getroffen. Allerdings scheint bislang nur der Kaufhunger ein wenig gebremst - von einem großen Abverkauf ist weiterhin nichts zu sehen.
Der Dow Jones schloss leicht im Minus mit 0,13%, S&P schloss ebenfalls leicht im Minus mit 0,26%. Besondere Bestürzung hat offenbar der Rückgang des US-Verbrauchervertrauens von 49,3 auf 46,6 Punkte hervorgerufen. Denn das Ergebnis lag damit deutlich unter den erwarteten 50 Punkten.
Die Vorsitzende der San Francisco-FED Janet Yellen, gab zudem an, die Erholung der US-Wirtschaft werde vermutlich schmerzhaft langsam vonstatten gehen, nachdem die US-Konsumenten weniger ausgeben und dafür mehr sparen.
Auch die asiatischen Aktienmärkte konsolidierten leicht, zum einen aufgrund der schwachen Signale aus den USA, zum anderen aufgrund schwächerer Rohstoffpreise. WTI Light Sweet Crude notiert mittlerweile wieder unter 66 US-Dollar pro Barrel. Zudem belasteten Ergebnisse und Prognosen von Jiangxi Copper und China Cosco.
In Japan sind die Einzelhandelsumsätze im Juni den zehnten Monat in Folge rückläufig, bei einem Rückgang um 3% gegenüber dem Vorjahr, nach einem Rückgang von 2,8% im Vormonat.
Alles in allem, Faktoren die aktuell die Euphorie wieder ein wenig dämpfen und damit die Nachfrage nach den üblichen Safe-Haven-Verdächtigen USD, JPY und Staatsanleihen unterstützen.
EUR/USD musste dementsprechend einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen und fiel vom gestrigen Tageshoch bei 1,4303 bis auf 1,4132. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,4154. Die Aussichten sind nach dem Scheitern im Bereich der 1,43 nun kurzfristig wieder schlechter. Dazu dürften auch die für heute zur Veröffentlichung anstehenden Daten zum Verkauf langlebiger US-Güter beitragen. Der Konsens erwartet hier einen weiteren Rückgang um 0,6% für den vergangenen Monat. Dies dürfte das Aufwärtspotenzial kurzfristig deutlich bremsen und sogar einen Rückgang unter 1,41 möglich machen. Wichtige Unterstützung ergibt sich dann bei 1,4050. Ein Bruch des Widerstands bei 1,4230 könnte EUR/USD aber bis zum Ende der Woche wieder in den Bereich um die 1,43 bringen.
Quelle: CFX-Broker