Von Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien
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Lieber Leser,
gestern unterhielt ich mich mit dem Vorstand einer börsennotierten AG aus der Finanzbranche. Beim Thema Nebenwerte brachte es der Manager auf den Punkt: „Wir haben seit Mai 2006 eine Nebenwerte-Baisse“ war die klare Aussage.
Ich habe mir einmal kurz angesehen, wie sich der deutsche Aktienmarkt seit Mitte Oktober entwickelt hat. DAX: +4,1 %, MDAX: +2,8 %, TecDAX: +4,6 %, SDAX : +3,5%. Bezogen auf die Indizes gibt es dabei wirklich nichts zu meckern. Drei oder vier Prozent Gewinn auf Monatssicht ist nicht übel!
Ganz anders sieht es aber draußen, außerhalb der Indizes bei den kleineren Nebenwerten aus. Ziehen Sie einmal von den rund 1.000 börsennotierten deutschen AGs die 160 Mitglieder in den genannten Indizes ab. Und dann streichen Sie noch einmal etwa ebenso viele Unternehmen mit einem Börsenwert von etwa 100 Millionen Euro oder mehr weg. Was übrigbleibt sind dann etwa 700 kleinere Small Caps bis hin zu den ganz kleinen Winzlingen mit Börsenwerten von manchmal nicht einmal einer Million Euro.
Bei diesen kleinen Aktien sieht die Kursentwicklung der letzten vier Wochen wirklich nicht sonderlich berauschend aus: Etwa die Hälfte dieser Firmen liegt seit Mitte Oktober im Kursminus. Und rund 100 weitere schafften nicht einmal ein Plus von einem Prozent. Und noch einmal 100 Börsenwinzlinge liefen schlechter als der DAX. Damit schneiden etwa 75 Prozent der 700 Kleinen schlechter ab als der breite Markt. Nur 25 Prozent konnten den Index schlagen. Ganz klar eine Nebenwerte-Baisse.
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