Kaufen Sie die Aktien, bei denen die Insider sich engagieren
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 12. August 2008, 17:00 Uhr
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Liebe Leserin, lieber Leser,
auch in der gerade erst angebrochenen Woche geht der Ausverkauf bei den Rohstoffen und den entsprechenden Aktien weiter. Begründungen dafür hören Sie viele, ebenso wie in den vergangenen Monaten und Jahren für die Steigerungen der Preise. Und wie zuvor zeigen sie häufig nur den mangelnden Sachverstand derjenigen, die sie äußern.
Frühe Wahlkampfgeschenke
Die Rezessionsangst grassiert, doch gleichzeitig steigen Technologie- oder Einzelhandelsaktien, die immer noch teuer sind und von einer Krise der Wirtschaft heftig betroffen sein werden. Die Industrierohstoffe fallen weniger als die Edelmetalle. Wie passt das zusammen? Traditionell versucht die US-Regierung, vor den Wahlen die Rohstoffpreise (vor allem für die Treibstoffe) zu drücken, um die Wähler positiv zu stimmen. Wie ich Ihnen berichtet hatte, ist ihr das in diesem Jahr besonders effektiv gelungen - die Frage ist allerdings, ob es bis zur Wahl anhalten wird. Denn was schnell fällt, kann auch sehr schnell wieder ansteigen.
Die Kommerziellen nutzen den Ausverkauf zu Käufen
Die Panik der Hedgefonds und Spekulanten, die in den vergangenen Wochen Positionen zwangsweise glattstellen mussten, hat sich also auf den breiten Markt der Rohstoffe und Rohstoffaktien übertragen. Verkauft wird alles, was nicht bei fünf auf den Bäumen ist, ohne Rücksicht auf die Qualität der Titel. Gleichzeitig sehen wir aber nicht nur bei den Rohstoffen selbst Käufe der kommerziellen Marktteilnehmer. Diese sind normalerweise immer am besten informiert über den zukünftigen Bedarf. So sind deren Longpositionen z.B. im Erdgas bereits wieder auf sehr hohem Niveau angelangt.
Insider erhöhen ihre Beteiligungen
Ebenso greifen nun auch die Insider bei ihren Aktien wieder kräftig zu. Gerade die Rohstoffproduzenten aus dem Metallbereich profitieren ja von sich beruhigenden Energiepreisen. Dadurch sinken ihre Kosten, der Druck von dieser Seite nimmt ab. Ebenso stehen die großen Produzenten weiter auf der Käuferseite, um sich neue Ressourcen einzuverleiben.