Michael Vaupel ist einer der führenden Rohstoff- und Derivate-Experten. Bereits während seiner Studienzeit hat er als Finanzjournalist und Analyst gearbeitet.
Michael Vaupel in Traders Daily
vom
*** Trader's Daily-Leser Martin M. schreibt:
"Im Traders Daily vom 29.11. machten Sie auf chinesische H-Aktien aufmerksam. Selbst als begeisterter 'Tiger&Dragon'-Leser Ihres Kollegen Lambrou sind mir diese Titel unbekannt. Können Sie mir bitte eine aktuelle Auflistung zukommen lassen?"
Meine Antwort:
Selbstverständlich. Am besten folgen Sie diesem Link, dann erhalten Sie eine Auflistung (inkl. dem jeweiligen Börsencode der Börse Hongkong):
*** Heute mal wieder ein Bericht aus Indien ... von Sala Kannan. Es handelt sich hierbei um die Indien-Korrespondentin der Taipan Group um Christoph Amberger (ich gebe zu, ich habe wochenlang gedacht, Sala Kannan sei männlich). Den lesenswerten Beitrag mit dem Titel "Kapitalismus und die Verehrung der heiligen Kuh" finden Sie unten (Original in Englisch, hier die übersetzte Version).
*** Ich bin ja grundsätzlich für Indien sehr bullish gestimmt, weshalb ich mich auch jedes Mal darüber freue, wenn Sala Kannan für uns schreibt. Das bedeutet aber nicht, dass ich euphorisch den Fehler der selektiven Wahrnehmung (man sieht nur das, was man sehen möchte, und was die eigene Einschätzung bestätigt) begehe. Deshalb finde ich es immer sehr interessant, wenn ich auch negative Berichte von Menschen bekomme, die auf die eine oder andere Weise mit dem Thema "Indien" in Kontakt stehen. Mein Dank geht an Trader's Daily-Leser Martin K. für die folgende Schilderung:
"Ich bin auch im IT-nahen Bereich tätig, Engineering mit CAD, voriges Jahr habe ich mich mit Kollegen um einen Auftrag eines deutschen Unternehmens beworben. Es ging darum, nach dem Wechsel des Hauseigenen CAD-Systems die alten Teile ( ...) fachgerecht ins neue CAD System zu übertragen. Der Kunde in Deutschland hat unser Angebot mit der Begründung abgelehnt: Zu teuer, in Indien kostet dieselbe Arbeit 10 %. Unsere Argumente: Die räumliche Nähe zum Kunden, jahrelange Erfahrung mit dem neuen System, Kompetenz in Bereichen des Engineerings, und dass wir bei Auffälligkeiten (evtl. Verbesserungsmöglichkeiten in den Teilen) rasch reagieren könnten, und eine einfache Abwicklung ... Antwort des Kunden: wir hätten zuwenig Manpower (3-5 selbständige Konstrukteure) und außerdem, in Indien würde die Arbeit ausnahmslos von Dipl.Ings. erledigt, die jedenfalls dieselbe, wenn nicht bessere Ausbildung und Erfahrung hätten. Und die Manpower des indischen engineering Partner garantiere auf jeden Fall die termingerechte Umsetzung. ... Der Auftrag ging an die Inder."
"Einige Wochen nach Ablauf des Termins, der uns gesetzt worden war, kontaktierte uns ein Mitarbeiter der Firma und fragte, ob wir noch an der Sache interessiert wären. Die Lieferung aus Indien ... Eine einzige Katastrophe ... Wir haben abgelehnt, unsere Bücher waren zum Herbst wieder voll, wir hatten genug Arbeit. ( ...) Meine Frage: wie bekommt man in Indien ein Diplom? Was ich da an Ergebnissen gesehen habe, machen bei uns Schulabgänger besser. Seither bin ich mit Indien vorsichtig, aber ich habe auch die Angst vor indischen Stundensätzen verloren."
Viele Grüße,
Michael Vaupel