Kapitän Ben Bernanke auf dem Deck der "QE 2"
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 23. August 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Ha, ha, ha...wissen Sie, die Finanzwelt ist wieder so lustig. Ja, in England rauchte es, wegen gewaltsamer Unruhen. Europa steht an der Schwelle einer kompletten finanziellen Kernschmelze. Und Amerika sinkt in eine Depression. Aber ich kann immer noch über die Dummköpfe lachen, die uns regieren. Ich kann herzlich lachen über die Leute, die wissen sollten, was sie tun. Ich kann mich kringeln vor Lachen über die Dummköpfe, die die finanziellen Institutionen der Welt leiten...
Ja, die G7 sind mit dem Fall beschäftigt. Die Zeitung "The International Herald Tribune" sagt, dass sie nach Wegen "tasten, um die brodelnden Märkte zu beruhigen..." Zu dumm nur, dass Dominique Strauss Kahn nicht mehr da ist. Er ist gut im "tasten"...
Alle Augen sind auf die Fed gerichtet. Die ist der Wächter des Dollars...und der Hüter der größten Volkswirtschaft der Welt. Und wenn die Märkte einbrechen, dann wenden sich die Leute an Ben Bernanke - so, wie sie das mit dem Kapitän eines sinkenden Schiffes tun würden.
"Retten Sie uns! Tun Sie etwas! Hilfe!"
Deshalb war Kapitän Ben auf dem Deck der "QE 2", als sie in rauer See war. Er war es, der den Anker einholen ließ und für 600 Mrd. Dollar zusätzliche Segel bestellte....anstatt die Segen einzuholen, bis der Sturm vorüber ist. Er war es, der die Zinsen auf Null Prozent senkte. Und er war es, der den Rumpf der Fed mit Schulden füllte.
Was wird er jetzt tun? Netscape News berichtet:
"Ich denke nicht, dass die Fed einfach so an der Außenlinie stehen wird", so Mark Zandi, Chefvolkswirt bei Moodys Analytics. "Dies ist eine Vertrauenskrise und die Fed muss mehr Vertrauen schaffen."
Am 30. Juni endete das "Anleihen-Kauf-Programm" der Fed, Volumen 600 Mrd. Dollar. Das war das zweite Programm dieser Art, und es implizierte, das die mit diesem Geld gekauften Anleihen nicht verkauft werden, bis sich die Wirtschaftslage verbessert hat.
Viele Investoren würden gerne eine dritte Runde sehen. Aber das Programm hat zu einer Diskussion innerhalb der Fed geführt, ob weitere Anleihenkäufe nicht die Bühne für eine Inflation freimachen könnte, die sich gewaschen hat.
Und darauf könnte man wetten! In den USA drohen Zustände, die an eine Depression erinnern. Die New York Times schreibt dazu:
Die zweite Rezession in den USA könnte schlimmer sein als die erste.
Wenn die Wirtschaft zurück in eine Rezession fällt, wovor viele Ökonomen jetzt warnen, dann könnte der Aderlass erheblich schmerzlicher sein als beim letzten Mal.
Angesichts des Tumultes der "Großen Rezession" könnte das schwer zu glauben sein. Aber die US-Wirtschaft ist jetzt erheblich schwächer als sie es beim Ausbruch der letzten Rezession im Dezeber 2007 war. Die meisten Indikatoren - Arbeitsmarkt, Einkommen, Output und Industrieproduktion sind heute schlechter als sie es damals waren. Und das Wachstum war so schwach, dass fast kein Gelände zurückgewonnen werden konnte. Und das, obwohl technisch gesehen im Juni 2009 eine Erholung begonnen hat.
"Es wäre desatrös, wenn wir in diese Zustand in eine Rezession fallen würden, da wir noch nicht mal die letzte Rezession verdaut haben", sagte Conrad DeQuadros, Volkswirt bei RDQ Economics.
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Esther Brunner (23.08. 2011 09:12 Uhr):
Das erinnert ich schwer an die 30er Jahre, Wie schnell es damals um sich griff und ganz Europa mit in den Strudel zog, sei nur nebenbei erwähnt. Die eine Welt brennt und die andere droht in einer Sindflut unter zu gehen, wahrlich keine schöne Aussichten. Während Regierungen und sogenannte Finanzexperten scheinbar mit Scheuklappen durch die Welt gehen und sich selbst am nächsten sind. Die Geschichte lehrt uns, dass immer wieder die selben Fehler gemacht werden und man offenbar nichts daraus lernt..
Antworten - Kommentar von Kasimir Schaf (23.08. 2011 20:00 Uhr):
Unfähigkeit ist eine Möglichkeit, bewusste Ausweitung der Krise ein andere. Nur so kann man politische Ziele erreichen, die sonst nicht durchsetzbar wären: eine europäische Wirtschafts- und Finanzregierung. Vielleicht sind unsere Politiker viel skrupelloser, als wir es uns vorstellen können.
Antworten - Kommentar von Claus F Dieterle (24.08. 2011 00:36 Uhr):
"In den USA drohen Zustände, die an eine Depression erinnern". Hoffentlich mündet das nicht in persönliche Depressionen. Zur Behandlung von Depressionen möchte ich auf die Biblische Krankenheilung (Aufklärung und Beratung) hinweisen. Grundlage sind Aussagen der Bibel. Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken. Psalm 146,8: Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Mit guten Segenswünschen Claus F. Dieterle Heilpraktiker / Psychotherapie
Antworten