Kaffee wird wieder interessant
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 20. Oktober 2011, 20:30 Uhr
ENL5454
Heute möchte ich gerne wieder einmal mit Ihnen über Kaffee sprechen. Das haben wir ja nun schon länger nicht mehr getan - warum, werde ich Ihnen auch gleich verraten und ebenso, weshalb wir uns langsam wieder einmal zu einer Tasse Kaffee zusammen setzen sollten. ;-)
Ein Blick zurück: hat gut funktioniert!
Wenn Sie schon länger Rohstoff Daily lesen, dann wissen Sie, dass ich im Juni des vergangenen Jahres zum letzten Mal über Kaffee geschrieben hatte.
Und wenn Sie noch länger Rohstoff Daily lesen, dann wissen Sie auch bestimmt noch, wie begeistert ich in 2009 von Kaffee war (lesen Sie bei Interesse gerne noch einmal die Ausgaben vom 27. und 28. Januar, 20. Mai und 15 Dezember 2009) und Sie erinnern sich an meine Kaffee-Reihe vom März 2010, als ich geschrieben hatte: "Kaffee wieder günstig". In der Ausgabe vom 25. Juni 2010 war mein vorerst letzten Fazit zum Kaffee: " Arabica-Kaffee dürfte bis zum Ende des Jahres grundsätzlich weiterhin gute Unterstützung finden, von leichten Zwischenkorrekturen abgesehen."
So, dann gucken wir doch jetzt mal, wie sich der Kaffee in der ganzen Zeit entwickelt hat:
Coffee C (Arabica Kaffee) in US-Cent pro Pfund an der ICE US (NYBOT)
Quelle: CFX-Trader
Also, ich muss sagen: Ich kann nicht klagen! Hat gut funktioniert, d.h. der Blick auf die Fundamentaldaten hat sich als guter Wegweiser für die Preisentwicklung gezeigt. Nun ist Rohstoff Daily natürlich kein Börsendienst, in dem ich Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen geben dürfte, aber ich hoffe trotzdem, dass Sie bis Ende des vergangenen Jahres etwas Positives mit den Informationen anfangen konnten.
Ich hatte in der Folgezeit den Kaffeepreis zwar weiterhin beobachtet, aber nachdem er zu Beginn dieses Jahres immer weiter stieg, damit ein wenig mein Interesse erlöschen ließ und mir schließlich andere Themen (wie unsere verkorkste Politik) immer wichtiger erschienen, rutschte der Kaffeepreis in meiner Prioritätenliste nach unten.
Was sich im Nachhinein ja auch gar nicht als so verkehrt erwiesen hat, denn auch der Kaffeepreis seinerseits rutschte vom Hoch bei über 3 US-Dollar pro Pfund im Mai (Arabica) nach unten.
Und warum rutschte der Kaffeepreis nach unten?
Nun, zum einen eine bessere Ernte in 2010/11 und natürlich auch das generelle Marktumfeld, das besonders (wie bei den meisten Rohstoffpreisen) im September zuschlug.
Tja und jetzt?
Jetzt hat der Kaffeepreis ordentlich abgegeben und fängt langsam wieder an interessant zu werden. Zum einen, weil da durchaus Erholungspotenzial drin steckt, zum anderen aber auch aufgrund der fundamentalen Ausgangslage.
Denn nach den ersten offiziellen Prognosen dürfte die Angebotsseite in diesem Erntejahr (welches am 01.Oktober begonnen hat) mit Problemen zu kämpfen haben. Außerdem befinden sich die Lagerbestände auf geringem Niveau und wenn die Nachfrageseite nicht allzu große Probleme bekommt... na ja, was soll ich sagen?...es gibt nie und für nichts eine Garantie, aber Kaffee hat mein Interesse wieder geweckt und deshalb werden wir uns in den kommenden Ausgaben (soll heißen, ab nächster Woche) gezielt und ausführlich mit der fundamentalen Ausgangslage im Kaffeemarkt beschäftigen.
So long liebe Leser...damit verabschiede ich mich für heute und freue mich, wenn wir uns morgen zum gewohnten Konjunkturdaten- und Devisen-Wochenrückblick wiederlesen...liebe Grüße..
Ihre Miriam Kraus
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Konrad (21.10. 2011 10:08 Uhr):
Willkommen im Welt - Spielcasino!!! Das was hier abläuft, ist echt nicht lustig..es wird mit allem, was irgendwie geht spekuliert und gezockt auf Teufel komm raus...das nennt man auch "Die Lehre des niederen Zion" !!! laut deren Ritus: nicht koscher ;-)
Antworten
