„Just glad I could help“
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 18. April 2007 19:00 Uhr
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Ich will ganz ehrlich zu Ihnen sein. Nach dem Drama um den Amoklauf an der amerikanischen Eliteuniversität Virginia Tech bin ich tief betroffen. Denn wie Sie wissen, habe ich 4 Jahre in den USA studiert. Zwar an einer anderen Hochschule in einer anderen Ecke der USA, aber das sorgt doch für eine besondere Verbindung.
Besonders mitgenommen hat mich das TV-Interview mit dem Studenten Zach Petkowicz, der von den amerikanischen Medien nun als ein Held gefeiert wird. Vielleicht haben Sie das Interview auf CNN gesehen. Bis jetzt habe ich das kurze Interview noch nicht auf einem deutschen Sender gesehen. Zack verbarrikadierte mit einem Kommilitonen die Eingangstür zu einem Klassenzimmer, in dem sich 12 weitere Mitschüler aufhielten, mit einem Tisch. Sie stemmten sich dagegen, als der Amokläufer versuchte in das Klassenzimmer zu kommen. Als der Amokschütze die Tür nicht durch körperliche Gewalt öffnen konnte, begann er einfach wüst durch die Tür zu schießen.
Aber Zack und sein Kommilitone haben nicht Platz gemacht und so wohl vielen ihrer Mitschüler das Leben gerettet. Als er dann heute von CNN interviewt wurde, war er den Tränen nahe. Als der Reporter ihn fragte, was er dazu sage, dass er all diese Mitschüler gerettet habe, sagte er ganz bescheiden mit Tränen in den Augen: „Just glad I could help“ („Ich bin nur froh, dass ich helfen könnte.“). Das ist wahres Heldentum.