Junk Bonds: Historisch niedrige Renditen
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 14. Januar 2005 18:00 Uhr
ENL5454
Amerikanische Aktien bieten keine gute Anlagemöglichkeit; bis sie das wieder sind, ... interessieren sie mich nicht.
Andererseits bin ich sehr an Anleihen interessiert. Die Renditen sind mysteriös niedrig. Oberflächlich sagt uns das, dass die asiatischen Zentralbanken ihre Dollar in US-Staatsanleihen recyceln. Sie kaufen US-Staatsanleihen mit dem Geld, das sie dadurch verdienen, dass sie Amerikanern Dinge verkaufen, die diese nicht brauchen und sich nicht leisten können. Aber unter der Oberfläche denke ich, dass uns das auch mitteilt, dass die wirkliche amerikanische Wirtschaftslage schwach ist, ... und noch schwächer wird. Die Rendite der 30jährigen US-Staatsanleihen steht nun bei 4,78 %.
Die Rendite der langjährigen US-Staatsanleihen könnte niedrig bleiben, ... aber Vorsicht vor den Risikoanleihen, den "Junk Bonds". Der Abstand der Renditen von US-Staatsanleihen und von Junk Bonds ist so eng geworden, dass man für die riskanteren Anleihen kaum noch eine Prämie erhält. Die Investoren scheinen das Risiko nicht zu sehen. Und dennoch: Es scheint mir, dass im heutigen Finanzsystem mehr Risiken sind, als praktisch zu jeder Zeit in den letzten 65 Jahren. Entweder der Dow Jones oder der Dollar könnten jederzeit einbrechen.
O.K. ... Soviel zu den Finanzmärkten.
Die gesamte Welt ist moralisch, ... sogar die Finanzwelt. Das ist der Grund, warum ich oft sage, "man bekommt von den Märkten das, was man verdient, nicht das, was man erwartet."
Wenn man den Regeln folgt, hart arbeitet, mit Geduld und Disziplin, – dann erhält man normalerweise vernünftige Ergebnisse.
Halsbrecherische Spekulation, ... übermäßige Ausgaben, ... und dauerndes Traden hingegen geben Investoren das, was sie verdienen – und das gut und hart.