Jugend und islamischer Fundamentalismus
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 16. Februar 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Eine Schlussfolgerung aus der zurückgehenden Bevölkerungszahl der westlichen Staaten ist politischer Natur. Der Krieg gegen den Terror", den George W. Bush am 13. September 2001 erklärte, könnte teuer werden, weil es so viele potenzielle Terroristen gibt.
Der Prozentsatz der Weltbevölkerung, welcher in westlichen Staaten lebt, wird immer geringer. Im Jahr 1900 lebten da ca. 30% der Weltbevölkerung, im Jahr 1993 waren es 13% und bis 2025 wird der Anteil laut laufenden Trends auf unter 10% gefallen sein. Zur selben Zeit wächst die moslemische Welt zahlenmäßig und sie wird jünger.
Im 20. Jahrhundert ist der Anteil der Moslems in der Welt dramatisch gestiegen, und laut aktuellen Trends wird das so weitergehen, bis sich das Verhältnis des Jahres 1900 genau umgekehrt hat. 1980 machten Moslems 18% der Weltbevölkerung aus, im Jahr 2000 waren es über 20%. Bis 2025 könnte der Anteil auf über 30% steigen.
Samuel Huntington bezeichnet in seinem Buch Clash of Civilizations" diese demographischen Faktoren als wesentlichen Faktor für den Aufstieg des Islams im späten 20. Jahrhundert. Er sagt: Das Bevölkerungswachstum in den moslemischen Ländern und besonders das starke Anwachsen der Bevölkerungsgruppe der 15 bis 24-Jährigen bietet Rekruten für Fundamentalismus, Terrorismus, Aufstände und Auswanderung...das demographische Wachstum bedroht sowohl moslemische Regierungen als auch nicht-moslemische Gesellschaften."
Der Aufstieg des Islam begann in den 1970ern und 1980ern, als der Anteil der 15-24-Jährigen in moslemischen Nationen explodierte. In diesen Jahrzehnten stieg deren Anteil auf über 20% der Gesamtbevölkerung.
Moslemische Jugendliche sind ein potenzielles Angebot für islamische Organisationen und politische Bewegungen. So traf z.B. die iranische Revolution 1979 zusammen mit einem Höhepunkt des Anteils dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung.
Huntington erklärt dazu: "Noch auf Jahre hinaus werden viele moslemische Staaten einen überproportional hohen Anteil an jungen Bewohnern haben. Eine auffällige demographische Beule wird bei Teenagern und Leuten in ihren 20ern sein."
Was lassen sich daraus für Schlussfolgerungen ziehen? Mehr dazu demnächst, hier....
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von harald weinheimer (16.02. 2011 08:25 Uhr):
Es ist erstaunlich bis fahrlässig, wie dieses schon lange brisante Thema u.a. in D trotz des Weckrufs von Sarrazin heruntergespielt und schöngeredet wird. Um so spannender, daß das Thema im Zusammenhang mit Investoren etc zur Sprache kommt. Ich bleibe gespannt ...
Antworten- Antwort von Peter Scholz (16.02. 2011 14:50 Uhr):
Nun mal keine Bange. Auch Muslime entwickeln sich und eines Tages erkennen auch sie, daß es gar keinen Gott gibt. Und dann wird die Welt wenigstens in dieser Beziehung friedlicher.
- Antwort von Peter Scholz (16.02. 2011 14:50 Uhr):
- Kommentar von Peter Müller (16.02. 2011 09:26 Uhr):
Kleine Bemerkung: der Islam ist nur zum kleinsten Teil seiner Anhänger "fundamentalistisch" - Zeit, dass man sich dies mal in Europa merkt. Zweite Bemerkung: ein offener Islam, der "Gott" und nicht den Menschen im Zentrum der Wirklichkeit sieht, ist hochaktuell, denn nur so kriegen wir die geistigen Voraussetzung, um unsere umwelt - und menschenzerstörerische selbstbezogene Konsumgier zu begrenzen.
Antworten - Kommentar von KlausV (16.02. 2011 09:45 Uhr):
Das Anwachsen der Bevölkerung in den moslemischen Ländern ist sehr bedenklich, weil weder die wirtschaftlichen noch die gesellschaftlichen Entwicklungen damit Schritt halten. Die wachsende Zahl un-zufriedener junger Menschen ohne Perspektive ist auch der Nährboden für Islamisten. Der Terrorismus der Islamisten richtet sich nicht nur gegen westliche Länder, sondern auch gegen die eigene Bevölkerung. Ohne tiefgreifende Veränderungen in den islami-schen Ländern ist keine Lösung der vielfältigen Probleme möglich. Die Vorstellung die Immigranten auf alle Länder Europas aufzuteilen löst noch nicht einmal das humanitäre Problem-ist nur ein Verschiebebahnhof.
Antworten - Kommentar von distel (16.02. 2011 12:24 Uhr):
Dass ein großer Überschuss an Jungmännern bei sozialer Perspektivlosigkeit (--> Heiratsunfähigkeit) zu aggressivem Verhalten/Revolutionen/Völkerwanderungen/ kriegerischen Abenteuern mancher "großer" Eroberer führt, ist hinreichend bekannt. Mit dem Islam hat das ursächlich wenig zu tun. Natürlich aber können Gerechtigkeitsvorstellungen, wie sie alle Religionen anbieten, auch zum Kristallisationspunkt einer solchen kämpferischen Unzufriedenheit werden.
Antworten - Kommentar von Thopmas Elstner (16.02. 2011 21:02 Uhr):
Es geht nicht um den Islam oder irgend eine andere Religion, es geht um Öl und Geld! Und egal, ob der Westen 20 oder 2 % der Weltbevölkerung stellt, darüber will er die Kontrolle haben. Und Peter Müller hat recht, wenn er fest stellt: Der Islam ist nur zum kleinsten Teil seiner Anhänger "fundamentalistisch"!
Antworten- Antwort von harald weinheimer (17.02. 2011 10:39 Uhr):
Hi, Alles was hier bisher gesagt wurde, trifft weitgehend zu, eigentlich könnte ich diese Worte an Jeden richten: Man möge das Thema mal unter dem Aspekt betrachten, wie die Weltbevölkg sich bis 2050 entwickeln soll, wie wenig Megaregionen wie China, Indien etc in den nächsten Jahrzehnten mit zunehmend kaufkräftigen Schichten die Ressourcenkosten von Futter, Wasser, Energie etc etc in die Richtung beschleunigen, die auch den überwiegend größten Bevölkgsteilen der islamischen Welt das Messer immer tiefer in die Kehle drücken wird. Ob das Auswirkungen auf diesen heute vermeintlich geringen Anteil von Fundis haben dürfte? Ich sehe diesen kaum positiver darstellbare Entwicklung alsTeil der globalen Zeitbombe namens Gier und katastrophale Umverteilungsproblematik. Freue mich auf Antithesen.
- Antwort von harald weinheimer (17.02. 2011 10:39 Uhr):
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- Kommentar von Emin Pascha (19.02. 2011 19:01 Uhr):
Ich sehe in den Kommentaren keine Antwort auf die Meldung! Und warum nimmt die Zahl der Moslems tatsächlich zu? Es ist der Islam selbst, der Frauen zu zweitrangigen Menschen deklassiert, deren Hauptaufgabe darin besteht, den Männern Kinder zu gebären und der diese der islamischen oder besser islamistischen Erziehung durch seine Imame ausliefert. Denkt immer an das Ergebnis: Kinder sind bereit, sich selbst in die Luft zu sprengen, um gleichzeitig Andere zu töten. Allahs Versuche, diesen Teil der Menschheit durch Hungersnöte, Kriegsverluste, Überschwemmungen, Tsunamis usw. zu dezimieren, reichen nicht aus.
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