JPY unter Druck
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 1. Juli 2009, 12:00 Uhr
ENL5462
Sich verbessernde Indikatoren aus den größten Volkswirtschaften setzen die japanische Währung unter Druck.
Weiterhin gute Zeichen von Stabilität aus China
Der chinesische Einkaufsmanagerindex ist im Juni auf 53,2 Punkte gestiegen von 53,1 im Mai. Ein Wert von über 50 impliziert bereits ein Wachstum. Zentralbanker Zhou Xiaochuan ist zuversichtlich, dass China sein angestrebtes Ziel von 8% BIP-Wachstum in diesem Jahr erreichen wird.
Einzelhandelsdaten Deutschland und Australien
In Australien sind die Einzelhandelsumsätze im Mai doppelt so stark gewachsen, wie zuvor erwartet. Sie stiegen um 1% gegenüber einem Anstieg um 0,3% im April.
Auch die deutschen Einzelhandelsumsätze sind - entgegen der Erwartungen - den dritten Monat in Folge gestiegen.
Auch wenn man bei den großen Volkswirtschaften - mit Ausnahme von China - noch lange nicht vom Beginn eines Wachstums sprechen kann, werden Signale für eine Stabilisierung weiterhin deutlich positiv aufgenommen. Jede Verbesserung unterstützt die Erwartungen auf so genannte Green Shoots in der Weltwirtschaft.
Indikatoren die traditionell eher die Risikomärkte unterstützen und JPY unter Druck setzen.
Hinzu kommt...
Die japanische Wirtschaft zeigt nur sehr zögerliche Anzeichen von Stabilität
Der heuet veröffentlichte Tankan-Bericht zeigt zwar eine leichte Verbesserung was die Stimmung in der japanischen Großindustrie angeht, doch im Vergleich zu den Erwartungen fällt das Ergebnis überraschend negativ aus.
Der entsprechende Index zeigt einen Anstieg von - 58 im März auf - 48 im Juni. Der Konsens hatte zuvor eine Verbesserung auf - 43 Punkte erwartet.
Ein negatives Vorzeichen bedeutet grundsätzlich sowieso weiterhin einen Überhang der Pessimisten.
Die japanische Wirtschaft ist also auch weiterhin noch weit entfernt von trockeneren Tüchern. Ein Umstand der dazu beiträgt, dass weiterhin steigendes Interesse an Assets aus Übersee von Seiten der Asiaten besteht.
So steht JPY aktuell durch die Bank weg deutlich unter Druck. EUR/JPY kann in den letzten Tagen deutlich zulegen von unter 134 am Montag bis auf aktuell 136,40. USD/JPY stieg von 95,40 gestern bis auf aktuell 96,92. Weiterer potenzieller Verkaufsdruck auf den Yen könnte USD/JPY in Richtung der Widerstandsmarke bei 97,50 treiben. EUR/JPY könnte in diesem Umfeld vorerst sogar Luft bis 138 haben.
Quelle: CFX-Broker
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