JPY nahe 6-Wochenhoch gegenüber USD
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 20. November 2009, 12:00 Uhr
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Obgleich die Bewegungen, sowohl im USD als auch im JPY in dieser Woche im Vergleich eher schwächer ausgefallen sind, bleibt der übergeordnete Trend intakt. USD-Schwäche steht also grundsätzlich noch immer auf dem Plan.
Obwohl die Stimmung an den Märkten nicht gerade die Beste ist. Zu stockend und langsam erscheint die Erholung der Weltwirtschaft. So scheint es, dass den Aktienmärkten nun doch langsam die Puste ausgeht.
In Ermangelung von großen Wirtschaftsdaten bewegen sich die FX-Märkte aktuell eher entlang der Aktienmärkte. Dies gilt insbesondere für EUR/USD. Während das Währungspaar erst einmal abwartend in seiner breiten Range zwischen 1,48 und 1,50 verharrt, fällt USD/JPY dagegen weiterhin und erreichte gestern bei 88,64 sogar kurzzeitig das tiefste Level seit dem 9. Oktober.
USD-Abwärtstrend intakt
Im Moment gibt es wohl keine Faktoren die eine rasche Trendumkehr bewirken könnten. Die massive Belastung durch den US-Arbeitsmarkt, mit einer Arbeitslosenrate auf 26-Jahreshoch, wird es dem FED auch in naher Zukunft nicht leicht machen, den Leitzins anzuheben.
Richard Fisher, vom Dallas-FED sagte gestern in Washington, dass es wohl noch geraume Zeit dauern wird, bis die US-Arbeitslosenrate wieder unter 10% fällt. Er gab zudem zu Protokoll, dass das für das dritte Quartal ausgewiesene BIP-Wachstum in Höhe von 3,5%, vermutlich nach unten korrigiert werden muss. Die Erholung der US-Wirtschaft erweist sich damit noch immer als relatib kraftlos.
JPY steigt
Dagegen konnte JPY gegenüber 15 der 16 Majors steigen nachdem die Bank of Japan nach ihrem Meeting heute bekannt gab, dass die japanische Wirtschaft begonnen habe sich zu erholen. Die Zentralbank belässt den Leitzins weiterhin bei 0,1%. Eine derartige Niedrigzinspolitik, macht die Währung weiterhin beliebt für Carry Trades.
USD/JPY notiert aktuell bei 88,85. Sollte USD/JPY seinen Abwärtstrend fortsetzen und zunächst bis auf 88,01 fallen (zuletzt erreicht am 7.Oktober), dann dürfte das nächste Ziel die Unterstützung bei 87,13 sein. Dieses Level ist der bisherige Tiefstkurs des Jahres vom 21. Januar. Ein erster Widerstand ergibt sich aktuell bei 89,28.
Sehen wir uns hier den beeindruckenden 6-Wochen-Chart an:
Quelle: CFX-Broker
