JPY ignoriert Aktienmarktentwicklung
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 11. März 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
die starken Vorgaben aus den USA haben sich auch auf die asiatischen Aktienmärkte übertragen, die eine weitere Rallye hinlegten. Der Nikkei schloss mit Plus 4,55 %. Und auch der DAX notiert aktuell weiterhin im Plus.
Doch es hat den Anschein als würden die G-10 Währungen weiterhin die Korrelation zu den Aktienmärkten ignorieren.
JPY konnte gegenüber den Majors wieder deutlich zulegen.
USD/JPY fiel von 98,84 gestern bis auf aktuell 98,47. Ein Grund warum JPY in diesem Zusammenhang gegenwärtig gekauft wird, ist wohl, dass die psychologisch bedeutsame Marke bei 100 noch nicht nach oben durchbrochen werden konnte. Erst wenn die 99,18 nach oben durchbrochen werden kann, sollte das Risiko eines Rückgangs bis auf 95,45 vorerst limitiert sein und eine weitere Aufwärtsbewegung in Richtung der 101,67 möglich sein.
Quelle: CFX-Broker
China-Schock übertrieben
Das Chinesische Zoll-Büro gab bekannt, dass sich der Außenhandelsüberschuss im Februar auf 4,8 Milliarden USD verringert hat gegenüber dem Vormonat. Die Exporte sind um 25,7 % gefallen gegenüber dem Vorjahr, die Importe um 24, 1 % rückläufig.
Daraufhin folgte zunächst ein schockhafter Rückgang in den Währungen der rohstoffreichen Länder, wie im Australischen Dollar, gegenüber den Safe Haven Währungen.
AUD/JPY fiel bis auf 63,00.
Mittlerweile zeigt sich, dass die Reaktion deutlich übertrieben war. In Australien sind neue Immobilienkredite im Januar um 3,4 % gestiegen gegenüber dem Vormonat.
Auch die Reaktion auf die chinesischen Daten erscheint übertrieben. Denn zudem zeigen die Daten einen starken Anstieg des Fixed Investment (also der Investitionen in physische Vermögenswerte wie Maschinen, Immobilien Technologie) um 26,5 % gegenüber dem Vorjahr. Ein Anzeichen dafür, dass das chinesische Konjunkturprogramm bereits greift.
AUD/JPY konnte sich von seinem Tief dementsprechend bereits wieder erholen und notiert aktuell bei 63,81.
Quelle: CFX-Broker