JPY gibt ab
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 5. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Eine leichte allgemeine Beruhigung hat nach einigen netten Neuigkeiten eingesetzt! Griechenlands Emission von 10-jährigen Staatsanleihen verlief durchaus erfolgreich. Medienberichten zufolge sollen Kaufangebote im Volumen von 16 Milliarden Euro eingereicht worden sein - so dass eine ganze Reihe an Kaufinteressenten gar nicht zum Zuge gekommen ist.
Natürlich ist der Renditeaufschlag mit 6,25% hoch - aber immerhin, Griechenland hat seine Bonds im Gesamtwert von 5 Milliarden Euro erfolgreich platziert. Ein Umstand der (auch im Hinblick auf die Blamage im Januar bei der Ausgabe 5-jähriger Staatsanleihen) zum Optimismus und zur Beruhigung beiträgt.
Auch China trägt zur Freude bei
Der Markt freut sich ebenfalls über die Aussagen von Chinas Premier Wen Jiabao vor dem Nationalen Volkskongress. Wen gab an, China werde eine angemessene leichte Geldpolitik weiterführen. Außerdem strebe China einen stabilen Yuan auf einem vernünftigen und ausgeglichenen Level an.
Neues aus Japan trägt ebenfalls zur Freude bei
Die Nikkei-Zeitung berichtet, die Bank of Japan würde sehr wahrscheinlich weitere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik bedenken. Obwohl dies eigentlich nicht allzu sehr überraschen sollte, - da davon auszugehen ist, dass die Bank of Japan mit Sicherheit weitere Maßnahmen durchführen würde, wenn der JPY eine zu deutliche Stärke zeigt und/oder die Aktienmärkte einknicken - haben auch diese Berichte zur Beruhigung beigetragen.
Beruhigung und wieder aufkeimender Optimismus unterstützen natürlich die Risikomärkte und setzen im Umkehrschluss JPY unter Druck. USD/JPY stieg vom gestrigen Tief bei 88,12 bis auf 89,43 heute und notiert aktuell bei 89,33 . Der nächste Widerstand ergibt sich bei 89,55 und hernach 89,95. Unterstützung findet sich bei 88,42.
Quelle: CFX-Broker
Für heute stehen noch die US-Arbeitsmarktdaten zur Veröffentlichung an! Nachdem die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe besser ausgefallen ist, als erwartet, schwindet der Pessimismus in Bezug auf die anstehenden Arbeitsmarktdaten merklich. Auf der anderen Seite dürften wohl aber auch leicht schwächer als zu erwartende Daten heute die Risikomärkte nicht übermäßig belasten. Auf der anderen Seite könnte ein überaus positives Ergebnis die Risikomärkte deutlich unterstützen und JPY und zum Teil auch USD weiter belasten.
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