JP Morgan kauft Bank One
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 15. Januar 2004 18:00 Uhr
ENL5462
Für 58 Mrd. $ (!) kauft die amerikanische Großbank JP Morgan Chase das Geldhaus Bank One. Laut den Medien könnte man mit dieser Summe auch die Deutsche Bank und die HypoVereinsbank zusammen kaufen. Aber offenbar hat JP Morgan Chase kein interesse an deutschen Banken – bisher.
Mit diesem Kauf rutscht JP Morgan Chase auf Platz 2 der größten US-Banken. Auf Platz 1 befindet sich die Citigroup.
Das fusionierte Unternehmen soll den Namen JP Morgan Chase tragen. Es verfügt dann über rund 2300 Filialen und über ein Anlagevermögen von 1,1 Billionen $. Im Moment ist JP Morgan die drittgrößte Bank der USA und Bank One war die Nummer sechs.
Diese Fusion ist eine schlechte Nachricht für die Beschäftigten beider Banken. Insgesamt sollen 10.000 der 145.000 Beschäftigten entlassen werden. Diese Fusion soll insgesamt 3 Mrd. $ kosten, gleichzeitig aber in den nächsten 3 Jahren 2,2 Mrd. $ vor Steuern einsparen.
Hier in Deutschland erinnerte diese Fusion die Anleger daran, dass so etwas schließlich auch im Dax seit geraumer Zeit im Gespräch ist, so dass besonders die Finanztitel zulegen konnten.
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