Jim Rogers: "In 20 Jahren wird es den Euro nicht mehr geben"
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 12. April 2010, 16:00 Uhr
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Liebe Leser,
der Griechenland-Bail-out nimmt weitere Formen an. „Im Notfall“ (als ob dieser nicht schon längst eingetreten wäre) sollen für Athen 45 Milliarden Euro in Form von dreijährigen Darlehen zu einem Finanzierungszinssatz von ca. 5% bereit stehen.
Auf die Frage hin, ob denn ein Griechenland-Bankrott nicht auch das Ende des Euros bedeuten würde, sagte der US-Investor Jim Rogers der Seite DiePresse.com:
„Im Gegenteil. Längerfristig würde das die Währung stärken, weil Investoren sähen, dass es Europa ernst meint mit seinen strengen Regeln. Griechenland wird aber vor dem Bankrott gerettet werden. Das wird zwar kurzfristig zu einer Rallye des Euro führen. Es wird damit aber längerfristig verdeutlicht, dass die Probleme der Währungsunion nicht gelöst werden können. In 20 Jahren wird es den Euro daher nicht mehr geben.“
Ich persönlich vermute, dass selbst 20 Jahre zu optimistisch geschätzt sind. Wenn das „Misstrauens-Feuer“ der Staatsanleihen-Investoren auch auf Portugal, Groß-Britannien, Spanien und Italien übergreift, dürfte für die Einheitswährung jede Hilfe zu spät sein. In meinen Augen sollte jede technische Stärke des Euros zum Ausstieg aus diesem bzw. zur Portfoliodiversifizierung mit Devisen der rohstoffreichen Nationen (CAD, AUD) genutzt werden.
Beste Grüße