Jetzt müssen die Bullen liefern
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 5. Juli 2011, 17:00 Uhr
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auf nichts kann man sich heutzutage noch verlassen. Verkehrte Welt aktuell an den führenden Börsen der Welt und natürlich bei vielen deutschen Nebenwerten.
Wie bereits in der vergangenen Woche schreibe ich heute für Frau Knauer, die in Urlaub ist. Wie ebenfalls hier schon früher beschrieben, fallen die Kurse mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Urlaub von Frau Knauer und steigen während meines eigenen Urlaubs. Dieser ansonsten sehr verlässliche Indikator ist augenscheinlich völlig aus dem Tritt gekommen, obwohl es vor einigen Tagen noch ganz nach einer Bestätigung des Handelssystems aussah.
Märkte an wichtigen Widerständen
Nach dem sehr eindrucksvollen Rebound der internationalen Indizes könnte bereits heute und vor allem am kommenden Freitag der Lackmustest für die Märkte bevorstehen. Auf der einen Seite sehe ich die Gefahr, dass in den USA vor dem dortigen langen Feiertagswochenende zuvor getätigte Leerverkäufe wieder eingedeckt wurden.
Immerhin bestand dafür nach sieben schwachen Wochen ein starker Anreiz, die aufgelaufenen Gewinne mitzunehmen. In diesem Falle wäre die starke Kurserholung nicht von echten Investoren sondern von Tradern ausgelöst worden und stände auf tönernen Füßen. Ebenfalls könnte die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am kommenden Freitag die Indizes durchschütteln. Immerhin haben dessen schwache Mai-Daten die damals noch junge Korrektur stark ausgeweitet. Ein weiteres Risiko sind die kommende Woche einlaufenden Geschäftsberichte der Firmen über das zweite Quartal. Einige Firmen wie z.B. Siemens sind hier bereits zurückgerudert. Es ist also heute nur sehr schwer einzuschätzen, welche Hoffnungen die Börsianer mit der beginnenden Berichtssaison verbinden.
Auf der anderen Seite ist aber es aber natürlich auch möglich, dass die Marktteilnehmer unter dem Einfluss der Schuldenkrise und der sich abschwächenden Konjunkturdaten übertrieben negativ agierten und nun die Welt doch nicht untergeht. Dann würde das Pendel zurückschlagen und wir stünden vor einer ordentlichen Sommerrallye. Damit wäre ebenfalls meine Einschätzung bestätigt, dass es normal ist, dass Märkte zwischen überkauften und überverkauften Zuständen pendeln.
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