Jetzt hat ihn das Technik-Schicksal doch noch ereilt...
Tom Firley in Investors Daily
vom 05. November 2007 18:00 Uhr
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Liebe Leser,
was sich letzten Mittwoch bereits ankündigte (aber im letzten Moment noch abgewendet werden konnte), hat Herrn Steffens dann heute doch noch ereilt: Sein Internet-Provider machte die Grätsche und Jochen war heute nachmittag offline. Er macht sich jetzt auf die Suche nach einer technischen Alternative bzw. Absicherung. Wie gesagt: Trading und offline sind zwei Dinge, die ganz schlecht zusammenpassen...
Wegen dieser technischen Imponderabilien habe ich heute die Ehre Ihnen einen Gastbeitrag zu präsentieren.
Versicherungs-Giganten unter sich
Schauen wir uns heute einmal American International Group unter charttechnischen Gesichtspunkten an.
Bereits auf den ersten Blick wird deutlich. Die mit einem kleinen Minus von 3,38% aus unserem theoretischen System (in meinem kostenlosen Dienst Geldanlage-Strategie) ausgestoppte American International Group mag charttechnisch nicht gefallen. Im oberen Wochen-Chart erkennen Sie, dass die ihren 52-Wochen-GD (=Jahres-GD) nun deutlich unterboten hat. Auch der MACD (unterer Chartteil) weist in der Wocheneinstellung deutlich nach unten und hat kürzlich ein weiteres Verkaufssignal geliefert.
Von Optimisten hätten die letzten Breaks des April-2005-Abwärtstrends (schwarze Linie) vor kurzem noch als „Bärenfalle“ bezeichnet werden können, da es dem Kurs gelang, diese Linie zweimal zurückzuerobern. Nun ist diese Linie aber ebenso eindeutig nach unten durchbrochen.
Etwas weiter „unten“ wartet nun noch die starke Unterstützung bei 58 Dollar (Jahrestief aus 2006). Im Euro-Chart sieht die Lage übrigens noch wesentlich prekärer aus (falls Sie sich den einmal auf ihrem Finanportal im Internet anschauen wollen, hier die WKN: 859520).
Der Versicherungsgigant hat übrigens eine Marktkapitalisierung von über 105 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Allianz hat „nur“ etwas über 68 Milliarden. Schauen wir uns diese beiden Werte im direkten 10-Jahres-Vergleich an:
Die blaue Kurve ist der Verlauf von American International Group (AIG), die grüne Kurve kennzeichnet Allianz. Sie erkennen in beiden Werten die mörderische Auswirkung der Baisse seit dem Jahr 2000. Während AIG etwa mehr als die Hälfte an Kurswert verlor, waren es bei Allianz sage und schreibe über 85%!
Doch dann, seit der Hausse 2003, begann die Aufholjagd von Allianz. AIG bewegt sich seit Beginn der Hausse in einem breiten Seitwärtstrend zwischen 50 und 75 Dollar. Im Optimalfall hätten Sie also eine Rendite von etwa 50% erwirtschaftet. Allianz dagegen konnte sich im selben Zeitraum bereits wieder mehr als verdreifachen, von 45 auf 151 Euro.
Allerdings erkennen Sie im Chart auch, dass der deutsche Versicher aktuell mit seinem 2003er Aufwärtstrend „kämpft“. Das bedeutet:
Falls Ihnen noch ein Versicherer in Ihrem Depot „fehlt“, würde ich zum einen das Schwergewicht aus dem Dax vorziehen. Allerdings würde ich zunächst abwarten, ob es Allianz gelingt, ihren 256-Tage-GD zurückzuerobern.
Alternativ könnten Sie sich auch einmal die Münchener-Rück-Aktie anschauen, der ich in der Geldanlage-Strategie schon des öfteren „Nachholpotenzial“ zugetraut habe.
Viel Erfog an der Börse wünscht
Ihr
Tom Firley
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