Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte
vom
Justice Litle stellt die Frage: "Wenn das mit japanischen Aktien passieren kann, kann das auch mit amerikanischen passieren?"
Nun - es gibt keinen Grund wieso dem nicht so sein sollte.
Amerika ist bereits , was unbefristete ZIRP (zero interest rate monetary policy = Null-Zins-Geldpolitik) angeht. Strukturelle Arbeitslosigkeitsprobleme und das völlige Versagen der Konjunktur-Programme ähneln japanischen Erfahrungen. Wie ihre japanischen Kollegen, haben amerikanische Politiker keine neuen Ideen...nur lahme, alte und schlechte.
Zurück in den USA, verlassen die Investoren den Aktienmarkt. Die Auszahlungen von Investmentfonds fließen weiterhin mit einer Rate von etwa 3 Milliarden Dollar im Monat. Der Dow ist fast wieder dort, wo er Anfang des Jahres startete. Das Handelsvolumen ist gedämpft.
Letzte Woche standen die Facebook Aktien 16% unter dem ursprünglichen IPO Preis. Der Abstieg geht weiter...
Das Wall Street Journal fährt fort, und meint, dass der Einbruch der Facebook-Aktie besonders die Kleinanleger weiteres Vertrauen in den Aktienmarkt gekostet hat.
Sie sind jetzt wahrscheinlich nicht annähernd so düster gestimmt, wie sie später einmal sein werden. Der Dow ist immer noch über 12.000; Aktien sind sicherlich nicht an ihrer Spitze aber sie sind auch noch weit von ihrem Tiefpunkt entfernt. Sie werden es wissen, wenn sie an einen wirklichen Tiefpunkt kommt.
Die Investoren sind so niedergeschlagen, man soll ihre Waffen verstecken. Das wäre wenn man Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5 und Dividendenrenditen von 5% erhält. Das wäre wenn man günstige Angebote bekommt. Eines Tages werden es wirklich günstige Angebote sein, sofern dies wirklich eine neue Ära ist. Dieser Tage ist das noch nicht so.
Das Wall Street Journal liegt falsch... oder vielleicht verfrüht. Investoren haben keine Kehrtwende gemacht. Noch nicht. Sie sind nicht mehr ganz so bullish wie vor ein paar Monaten. Aber sie müssten sich eigentlich seit damals um 180 Grad gedreht haben.
Was könnte Investoren dazu bringen sich weiter gegen Aktien zu wenden? Zwei Dinge:
Erstens könnte das mit Europa noch schlimmer werden, als die Leute erwarten. Die Eurozone stand so lange am Rand einer Katastrophe, dass die meisten Leute denken, es würde immer am Rand bleiben...als gäbe es eine unsichtbare Barriere, die es davon abhält, über den Rand zu kippen.
Wir hier sind Kenner von Katastrophen. Nicht, dass wir sie mögen; wir schätzen sie bloß. Sie spülen eine Menge totes Holz weg. Menschen investieren schlecht. Geben ihr Geld unklug aus. Alles ist gut, bis die Katastrophe eintritt. Dann verschwinden tote Präsidenten.
Eine Sache, die mir auffiel ist, dass Katastrophen länger brauchen, anzufangen als man erwartet...und sich dann schneller bewegen, als man erwartet. Erinnern Sie sich an den dot.com Zusammenbruch? Man konnte es jahrelang ankommen sehen. Und als es dann passierte, passierte es schnell. Boom. Milliarden Dollar...futsch!
Genauso der Kollaps der Immobilienbranche, lange vorauszusehen. Man wartete und wartete. Und wartete noch mehr. Und dann, als die Katastrophe begann, geschahen die Dinge so dermaßen schnell, dass man nicht mehr hinterher kam.
Der Zusammenbruch in Europa könnte genauso schnell vonstatten gehen.
- Kommentar von Pinco Pallino
Bitte nicht Mainstream werden noch am letzten....Europa kollaps...davon sprechen jetzt die Anglosaxische versklavten Finanzjournalisten seit bald 3 Jahre.....Diesen Call wäre dann wie ein S&P downgrade von England......lustig aber irgendwie ...zu spät
Antworten- Kommentar von Klaus M
Solten irgendwann einmal Kalifornien und Minesota pleite gehen, kämen dann die Amerikaner auf die Idee die Texaner haftbar zu machen, von Ihnen Bürgschaften und Transferleistungen zu verlangen? Stände dann in der Zeitung, dass man sich Überlegen müsse, beide Staaten aus den USA auszuschließen und würde im Fernsehen der Untergang der Währung ausgerufen? Wohl wissend um die Finanzen von Kalifornien und Minesota stell ich Ihnen als Amerikaner diese Fragen? Und freue ich auf Ihre Antwort.
Antworten- Kommentar von rolf bichsel
sie schaffen es jeden tag massiv zu zulegen, wer bezahlt ihnen das holz das sie da verbrennen herr bonner,...????
Antworten- Kommentar von rolf bichsel
auch mit 0 wahchstum ist das leben in japan, lebenswert, und den japaner geht es gut,wie dem Yen übrigens auch
Antworten- Kommentar von Albert Karl
.........aber natürlich auch der Zusammenbruch von den Vereinigten Staaten von Amerika und das sollten Sie auch mal erwähnen bei deren exorbitanten Schulden!!!!
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