Jahrestag vom Ende des Ersten Weltkriegs
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 12. November 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Gestern war der Jahrestag vom Ende des Ersten Weltkriegs. Ich bin gerade in London, und da läuteten gestern um 11 Uhr zur Erinnerung daran die Glocken. Sie läuteten für 20 Millionen Menschen, die in diesem Krieg gestorben sind, sowie für die Millionen, die verwundet und verstümmelt worden sind.
Aber auch die, die den Ersten Weltkrieg überlebt haben, und die, die in ihm gekämpft haben, sind fast alle tot. In ihren Gräbern liegen die Erinnerungen an den teuersten Krieg Europas. Und wenn ich mir die heutige Presse ansehe, dann scheint es mir so, als ob wir die einzigen sind, die sich daran überhaupt erinnern. In der Londoner Times stand gar nichts dazu. Und auch nicht in der International Herald Tribune.
Warum, frage ich mich?
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Vorher noch zu einem anderen Thema:
Das US-Haushaltsdefizit hat in diesem Haushaltsjahr (das am 30.09. endete) einen neuen Rekordwert erreicht: 413 Milliarden Dollar. Die Staatsausgaben steigen doppelt so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt, und dreimal so schnell wie die Inflation.
Im September ist das US-Außenhandelsbilanzdefizit gegenüber dem Vormonat zwar gesunken, aber es liegt immer noch auf dem dritthöchsten Niveau, das es je gab: Bei 51,3 Milliarden Dollar.
Und für jeden Vierteldollar, den der US-Konsument verdient, gibt er 26 Cents aus.
Da wird es keinen schmerzfreien Ausweg geben. Diejenigen, die an einem Tag zu viel Geld ausgeben, müssen am nächsten Tag zu wenig ausgeben. Zu viel Geld ausgeben ist natürlich angenehm. Nicht genug ausgeben ist schmerzhaft.