IW-Prognose

in DAX Daily
vom


nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) wächst die deutsche Wirtschaft auch in 2011 weiterhin kräftig. In seiner am Montag vorgestellten Frühjahrsprognose erwartet das IW einen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um gut 3,5 Prozent und für 2012 um deutlich mehr als 2 Prozent. "Die deutsche Wirtschaft geht in diesem Jahr vollends auf Wachstumskurs", so die Kölner Wirtschaftsforscher. Zum Vergleich: Die Bundesregierung erwartet offiziell noch ein BIP-Plus von 2,6 Prozent.


Vor allem die Exportwirtschaft zeigt Stärke: 41 Prozent der Unternehmen erwarten für 2011 steigende Ausfuhren und lediglich 6 Prozent befürchten Einbrüche im Auslandsgeschäft. Und auch die Investitionen kämen aufgrund ausgelasteter Kapazitäten in Fahrt. 46 Prozent der Unternehmen planen in diesem Jahr höhere Ausgaben für Investitionen in Maschinen und Anlagen. Nur 10 Prozent denken an Kürzungen. Laut der IW-Konjunkturumfrage gingen zudem 61 Prozent der Firmen für 2011 von einer höheren Produktion aus als 2010. Nur 9 Prozent rechneten mit einem Rückgang. Davon profitiert der Arbeitsmarkt. Knapp die Hälfte der Firmen sucht neues Personal. Allenfalls 8 Prozent erwägen Kündigungen.

Die weitere konjunkturelle Entwicklung sei aber nicht frei von Risiken, warnte das Institut. Die Nachbeben der Finanzmarktkrise seien immer noch zu spüren, und darüber hinaus wirkten Preissprünge bei Rohstoffen bremsend auf den Aufschwung. Gegenwind signalisieren derzeit auch die Datenerhebungen des Londoner Marktforschungsinstituts Markit. "Trotz der anhaltend robusten Expansion signalisiert unsere Vorabschätzung, dass die Eurozone-Konjunktur im Mai so stark an Dynamik eingebüßt haben dürfte wie seit den Monaten direkt nach der Pleite der Bank Lehman Brothers Ende 2008 nicht mehr." wird Chris Williamson, Chef-Ökonom bei Markit, zu den neuesten Daten zitiert. "In welchem Ausmaß dies auf das späte Osterfest oder auf die Lieferunterbrechungen im Nachgang des Erdbebens in Japan zurückzuführen ist, bleibt noch unklar". Alles in allem bliebe der Aufschwung nach wie vor weitgehend auf Deutschland und Frankreich beschränkt, während die übrigen Länder mit annähernder Stagnation und weiteren Beschäftigungsverlusten zu kämpfen haben. Eine etwas riskante Situation für ein exportabhängiges Land wie Deutschland. Aber solange die Exporte in die asiatischen Schwellenländer und in die USA gut laufen auch nicht wirklich problematisch.

Jetzt DAX Profits zum absoluten Vorzugspreis testen! 

von
Henrik Voigt
Henrik Voigt

Fundierte Börsen-Erfahrung und Wissen erarbeitet sich Henrik Voigt durch eisernes Training und tägliche Praxis als Profi-Trader. Profitieren auch Sie davon.

Information zu alt? Chance verpasst? Geld verschenkt?
Der Börsenbrief von Henrik Voigt: "DAX Profits"


ähnliche Beiträge:

Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
0 Sterne
Wertungen:
0 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben