Ivanhoe Mines: Baut die größte neue Kupfer-Gold-Mine auf
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Kupfer als Geldanlage
vom 6. September 2011, 17:00 Uhr
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Aber auch bezüglich anderer Rohstoffe steht die Mongolei ganz oben auf der Liste der rohstoffreichsten Länder der Welt. So soll die Mongolei nach Chile mit 160 Mio. Tonnen die zweitgrößten Kupferreserven von 36 Mio. Tonnen besitzen. Und Reserven bedeutet, dass diese Vorkommen bereits nachgewiesen sind - die Summe ist also noch nach oben offen.
Inbegriffen ist aber schon das größte bekannte, noch nicht erschlossene Kupfervorkommen der Welt. Die Mine Oyu Tolgoi ist derzeit im Bau und beschäftigt dafür gigantische 7.000 Arbeiter. 2013 soll der Betriebsstart sein, im Tagebau sollen dann 100.000 Tonnen Erz pro Tag verarbeitet werden. Zusätzlich wird bis 2015 eine Untergrundmine in Produktion gehen, aus der zusätzliche 85.000 Tonnen Erz pro Tag gefördert werden sollen. In den ersten 10 Jahren des des insgesamt auf 27 Jahre geplanten Betriebs sollen bei voller Produktion 544.000 Tonnen Kupfer und 20 Tonnen Gold pro Jahr gewonnen werden.
Verarbeitet werden soll das meiste des Kupfer-Gold-Konzentrats vorerst in chinesischen Schmelzereien, denn die Grenze ist nur 80 km entfernt. Eine Straße ist bereits projektiert. Angesichts der gigantischen Ressourcenschätzung von 81 Mrd. Pfund Kupfer und 46 Mio. Unzen Gold ist aber auch denkbar, dass in Zukunft eigene Verarbeitungsanlagen in der Mongolei aufgebaut werden.
Diese gigantische Mine wird gemeinsam aufgebaut von der mongolischen Regierung, die einen Anteil von 34% besitzt, und Ivanhoe Mines. An Ivanhoe wiederum beteiligt ist der Bergbaugigant Rio Tinto mit 48,5%. Vier Mrd. USD sollen allein in dieser Mine in den kommenden Jahren investiert werden. Das entspricht etwa einem Zehntel des mongolischen Bruttoinlandsprodukts in den kommenden neun Jahren. Insgesamt soll in nächster Zeit allein ein Drittel des mongolischen BIP durch Direktinvestments in den Rohstoffbereich erzeugt werden. Dazu kommen dann natürlich noch dringend benötigte Infrastrukturprojekte und höhere Staatseinnahmen durch die vermehrte Rohstoffförderung.
Sie denken nun vielleicht, dass diese gigantischen Mengen an Kupfer und Gold gar nicht mehr gebraucht werden? Das ist nicht der Fall, denn es müssen dringend alte, ausgebeutete Bergwerke ersetzt werden, um die Produktion auch nur auf heutigem Level zu halten. So wies nach Angaben der International Copper Study Group der Kupfermarkt in den ersten fünf Monaten des Jahres 2011 ein Angebotsdefizit von 14.000 Tonnen auf. Bis Ende des Jahres wird sogar ein Defizit von 377.000 Tonnen Kupfer erwartet. Japans größter Kupferproduzent Pan Pacific Copper rechnet sogar nach Angaben von Bloomberg mit einem Defizit von 495.000 Tonnen für das Jahr 2011.
2012 soll sich nach ersten Prognosen die Lage zwar wieder etwas entspannen, aber gerade in Südamerika kommt es immer wieder zu Produktionsunterbrechungen durch Streiks oder Naturkatastrophen. Daher werden neue Vorkommen dringend ersehnt, um den Kupferpreis wieder etwas zu beruhigen, der sich auf historisch hohem Niveau bewegt, was in vielen Ländern, die ihre Infrastruktur erst aufbauen, zu einer starken Inflation führt.
Auf weitere interessante Details der Mongolei werde ich in der nächsten Ausgabe meiner Serie eingehen. Heute will ich Sie aber noch auf einen neuen Börsenbrief des Investor Verlags aufmerksam machen, der gerade eine sehr interessante Aktie ins Depot aufgenommen hat, die in der Mongolei tätig ist. Detaillierte Informationen dazu finden Sie, wenn Sie sich Husters Goldanalyse ansehen. Derzeit gibt es ein schönes Angebot, den spannenden neuen Börsenbrief für 30 Tage gratis zu testen!
Herzliche Grüße, weiterhin eine erfolgreiche Woche wünscht
Ihre Daniela Knauer
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